The National Times - UNO warnt vor zunehmender Unberechenbarkeit des Wasserkreislaufes der Erde

UNO warnt vor zunehmender Unberechenbarkeit des Wasserkreislaufes der Erde


UNO warnt vor zunehmender Unberechenbarkeit des Wasserkreislaufes der Erde
UNO warnt vor zunehmender Unberechenbarkeit des Wasserkreislaufes der Erde / Foto: © AFP

Die UNO warnt vor einer zunehmenden Unberechenbarkeit des Wasserkreislaufes der Erde infolge des Klimawandels. Die zur UNO gehörende Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bezeichnet in einem am Montag veröffentlichen Bericht die immer heftiger werdenden Dürren und Überschwemmungen als "Alarmsignale" für diese Entwicklung.

Textgröße ändern:

"Wir erhalten Alarmsignale in Form von immer extremeren Regenfällen, Überschwemmungen und Dürren, die viele Leben kosten und den Ökosystemen und Volkswirtschaften schwer zusetzen", erklärte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. Die Erwärmung der Erdatmosphäre habe den Wasserkreislauf "unregelmäßiger und unberechenbarer gemacht".

Im vergangenen Jahr seien die Flüsse der Welt so trocken gewesen wie seit über 30 Jahren nicht mehr, heißt es in dem Bericht. Die Gletscher hätten den größten Substanzverlust der vergangenen 50 Jahre erlitten, und es habe eine "signifikante" Anzahl von Überschwemmungen gegeben.

"Eine wärmere Atmosphäre speichert mehr Feuchtigkeit, was starke Regenfälle begünstigt. Eine schnellere Verdunstung und das Austrocknen der Böden verschlimmern die Dürre", erläuterte Saulo.

Wasser ist entweder zu viel oder zu wenig vorhanden, was viele Länder in immer schwierigere Situationen bringt. Das vergangene Jahr war das heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Derzeit haben nach UN-Angaben 3,6 Milliarden Menschen mindestens einen Monat pro Jahr nicht genügend Wasser. Bis 2050 wird diese Zahl einer UN-Prognose zufolge auf über fünf Milliarden steigen.

Neben der Eindämmung der für die globale Erwärmung verantwortlichen Treibhausgasemissionen halten die Vereinten Nationen eine bessere Überwachung der Süßwasserressourcen der Welt für notwendig, damit Frühwarnsysteme den Schaden für die Menschen und die Tierwelt verringern können. "Wir können nicht steuern, was wir nicht messen", betonte Saulo.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Waldbrände in Frankreich und Spanien zwingen Zehntausende zur Flucht

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien haben am Freitag immer größere Gebiete erfasst und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden im Südwesten Frankreichs seit Mittwoch rund 110.000 Menschen evakuiert, insbesondere in der Region um Bordeaux spitzte sich die Lage dramatisch zu. In Spanien wurden laut Innenministerium alleine im Raum Madrid 63.000 Menschen zur Evakuierung oder zum Verbleib in Gebäuden aufgefordert. Den Behörden zufolge war das Feuer dort "nicht zu löschen".

In Ostsee herumschwimmender Buckelwal nun in Flensburger gesichtet

Ein Buckelwal schwimmt weiterhin vor der deutschen Ostseeküste herum. Nach der Sichtung eines Wales vor einigen Tagen in der Kieler Börde tauchte nun vermutlich dasselbe Tier am Freitagmorgen in der Flensburger Börde auf, wie das Umweltministerium von Schleswig-Holstein in Kiel mitteilte. Der Buckelwal schwamm demnach "zunächst in Richtung Innenstadt, kehrte dann aber um".

Geldmangel in Tierheimen: Tierschutzbund kritisiert Bundesregierung

Angesichts des Geldmangels in vielen Tierheimen hat der Deutsche Tierschutzbund eine fehlende Unterstützung der Bundesregierung angeprangert. "Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass Tierheime ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Immer mehr Tiere brauchen Hilfe, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen."

EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hat den Grenzwert für die tägliche Aufnahme der Ewigkeitschemikalie TFA (Trifluoressigsäure) deutlich abgesenkt. Neue Studien hätten ergeben, dass TFA ein für den Stoffwechsel wichtiges Hormon beeinflusst, erklärte die Behörde mit Sitz in Mailand am Mittwoch. TFA gelangt vor allem über den Pestizideinsatz in Grundwasser, Böden und Ackerpflanzen und auf diesem Weg in den menschlichen Körper.

Textgröße ändern: