The National Times - Pariser Bürgermeisterin will Tempo 50 auf Ringautobahn von Oktober an

Pariser Bürgermeisterin will Tempo 50 auf Ringautobahn von Oktober an


Pariser Bürgermeisterin will Tempo 50 auf Ringautobahn von Oktober an
Pariser Bürgermeisterin will Tempo 50 auf Ringautobahn von Oktober an / Foto: © AFP/Archiv

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo will von Oktober an die Höchstgeschwindigkeit auf der Pariser Ringautobahn von 70 auf 50 Stundenkilometer senken. "Das fällt in meinen Entscheidungsbereich", sagte Hidalgo am Montag dem Sender RTL. "Das bereiten wir seit 18 Jahren vor." Das neue Tempolimit dient ihren Angaben zufolge vor allem der Gesundheit der etwa 500.000 Anwohner der Stadtautobahn, die zugleich die Grenze zwischen Paris und den Vorstädten markiert.

Textgröße ändern:

Hidalgo hatte bereits zuvor erklärt, dass sie die Erfahrungen der Olympischen Spiele nutzen wolle, um den Autoverkehr in Paris weiter einzuschränken. Sie hatte nach der Corona-Pandemie ähnlich gehandelt und die damals eingeführten provisorischen Fahrradwege konsequent weiter ausgebaut.

Die Opposition befürchtet, dass das neue Tempolimit den Autoverkehr massiv behindere. Die 35 Kilometer lange Stadtautobahn wird zum größten Teil von Bewohnern der Pariser Vorstädte genutzt, die teilweise nur schlecht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden sind. Frankreichs Verkehrsminister Patrice Vergriete warf Hidalgo in der Vergangenheit vor, "Menschen zu stigmatisieren, die gezwungen sind, mit dem Auto zu fahren".

Die Pariser Ringautobahn ist eine der am meisten befahrenen Straßen Europas und wird im Schnitt täglich von 1,2 Millionen Fahrzeugen genutzt. Etwa 80 Prozent davon befördern jeweils nur eine einzelne Person. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt wegen der zahlreichen Staus tagsüber zwischen 30 und 45 Stundenkilometern, abends sind es bis zu 60.

Hidalgo ist in ihrer Entscheidung von der Präfektur abhängig, da diese über die Radarkontrollen entscheidet. Während der Olympischen Spielen war eine Fahrspur für Sportler, Rettungskräfte und Organisatoren reserviert gewesen.

A.Little--TNT

Empfohlen

Verbände dringen auf mehr Anstrengungen zur Senkung der Emissionen

Die Umweltverbände Germanwatch und WWF dringen auf zusätzliche Anstrengungen in Deutschland zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Die Bundesregierung müsse "ein ehrliches Klimaschutzprogramm vorlegen", das "einen Pfad zur Klimaneutralität 2045 zeichnet", verlangte die Organisation Germanwatch. Die Regierung muss dieses Programm noch im März vorlegen, zuvor will das Umweltbundesamt (UBA) an diesem Samstag die Emissionsdaten für 2025 veröffentlichen.

Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise fordern die Grünen zusätzliche Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger bei Deutschlandticket, Stromkosten und dem Einbau klimafreundlicher Heizungen. Bundeskanzler "Friedrich Merz muss heute beim Koalitionsausschuss Lösungen vorlegen, um das Leben wieder bezahlbar zu machen", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dafür müsse die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern verringert werden.

EU-Atompolitik: Umweltminister Schneider kritisiert "rückwärtsgewandte Strategie"

Nach den Äußerungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Atomkraft hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der EU eine "rückwärtsgewandte Strategie" vorgeworfen und bekräftigt, dass Deutschland am Ausstieg aus der Kernkraft festhält. Es spreche Bände, dass der Kern dieser Strategie aus neuen Subventionen für Kernkraftwerke bestehe, erklärte Schneider am Dienstag. "Wenn eine Risiko-Technologie nach einem dreiviertel Jahrhundert noch immer am staatlichen Tropf hängt und es längst bessere Alternativen gibt, sollte man daraus Konsequenzen ziehen."

US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt

Die Eisschicht auf dem Meer rund um den Südpol hat sich nach vier Jahren extremer Tiefststände etwas erholt: Wie Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA (NSIDC) am Montag mitteilten, wurde das jährliche Minimum der von Meereis bedeckten Fläche der Antarktis für 2026 mutmaßlich am 26. Februar erreicht und betrug 2,58 Millionen Quadratkilometer. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 sei die gemessene Fläche lediglich 15 Mal kleiner gewesen als in diesem Jahr.

Textgröße ändern: