The National Times - Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst kommt wieder vor Gericht

Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst kommt wieder vor Gericht


Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst kommt wieder vor Gericht
Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst kommt wieder vor Gericht

Die Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst im September 2018 kommt erneut vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht in Münster ließ die Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom September 2021 zu, wie es am Freitag mitteilte. Das Verwaltungsgericht hatte damals entschieden, dass die Räumung im rheinischen Braunkohlerevier rechtswidrig war.

Textgröße ändern:

Es beschloss außerdem, dass die Berufung vom Oberverwaltungsgericht nur unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden könne. Dieses stützte seine Entscheidung nun auf besondere Schwierigkeiten der Rechtssache. Die "entscheidungstragenden Annahmen des Verwaltungsgerichts in dem angefochtenen Urteil" bedürften näherer Überprüfung, erklärte es.

Wann eine mündliche Verhandlung stattfinden werde, sei derzeit aber noch nicht absehbar. Eingelegt hatte die Berufung die Stadt Kerpen, die vor dem Kölner Gericht unterlegen war.

Die Stadt hatte die Baumhäuser und andere Teile des Protestcamps im Herbst 2018 auf Anweisung des Landesbau- und -heimatministeriums räumen lassen, laut Verwaltungsgericht gegen ihren eigenen Willen. Das Gericht sah damals verschiedene rechtliche Mängel. So sei die Brandschutzbegründung erkennbar "nur vorgeschoben worden". Tatsächlich sei es um die "Entfernung der Braunkohlegegner" gegangen.

Der Wald sollte ursprünglich für eine Erweiterung eines Braunkohletagebaus gerodet werden und wurde dadurch zu einem symbolischen Brennpunkt von Protesten gegen die Kohleverstromung. Nach der Einigung auf den deutschen Kohleausstieg ist die Rodung inzwischen vom Tisch.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Albanien: Menschenrechtler kritisieren Polizeigewalt bei Protesten

Albanische Menschenrechtler haben übermäßige Polizeigewalt bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen ein Bauprojekt verurteilt, das mit der Familie von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht. Das Albanische Helsinki-Komitee (AHK) zeigte sich am Samstag besorgt über die zunehmende Eskalation der Lage bei den Protesten. Am Donnerstag waren bei gewaltsamen Ausschreitungen vor dem Parlamentssitz in Tirana 15 Polizisten und 25 Demonstrierende verletzt worden.

Erneut mehr Kegelrobben in Wattenmeer gezählt

Die Zahl der Kegelrobben im Wattenmeer und auf der Nordseeinsel Helgoland ist erneut gestiegen. Insgesamt 12.497 Tiere und 3385 Jungtiere wurden 2025 bis 2026 gezählt, wie das gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Mittwoch mitteilte. Damit stieg die Population erneut.

Geburtenrate in Deutschland sinkt mit 1,32 Kindern auf tiefsten Stand seit 1997

Die Geburtenrate in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1997 gesunken. Sie lag 2025 bei 1,32 Kindern pro Frau und verringerte sich um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Ein ähnlich niedriges Niveau war zuletzt vor knapp 20 Jahren erreicht worden.

Albanien: Erneut Tausende Menschen bei Demonstration gegen Kushner-Bauprojekt

In Albanien sind erneut tausende Menschen gegen ein Luxus-Bauprojekt auf die Straße gegangen, an dem Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, beteiligt ist. Knapp einen Monat nach Beginn der täglichen Kundgebungen zogen Demonstranten am Samstagabend erneut durch die Hauptstadt Tirana und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama.

Textgröße ändern: