The National Times - Schutzstatus von Wölfen: Umweltministerin warnt vor Angriff auf Artenschutzrecht

Schutzstatus von Wölfen: Umweltministerin warnt vor Angriff auf Artenschutzrecht


Schutzstatus von Wölfen: Umweltministerin warnt vor Angriff auf Artenschutzrecht
Schutzstatus von Wölfen: Umweltministerin warnt vor Angriff auf Artenschutzrecht / Foto: © AFP/Archiv

Anlässlich des Vorschlags der EU-Kommission, den Schutzstatus von Wölfen abzusenken, hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) einen entschlossenen Einsatz für den Artenschutz angemahnt. Die Ankündigung der Brüsseler Kommission dürfe "nicht zu einem Angriff auf das europäische Artenschutzrecht werden", warnte Lemke am Donnerstag. "Ich erwarte von der Kommission, nicht nur auf den Wolf zu fokussieren, sondern auch konkrete und zielführende Vorschläge gegen das Artenaussterben vorzulegen", fügte sie hinzu.

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Das Artenaussterben sei "eine globale Krise, die das Netz unseres Lebens sehr real bedroht", erklärte Lemke. "In Zeiten von Klimakrise und Artenaussterben sollte es unser oberstes Ziel sein, unsere Lebensgrundlagen zu bewahren", mahnte die Ministerin.

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch vorgeschlagen, den Schutzstatus des Wolfs in der Berner Konvention zum Erhalt wildlebender Tiere und Pflanzen in Europa von "streng geschützt" auf "geschützt" abzusenken. Eine solche Einstufung ist die Voraussetzung für Änderungen am Schutzstatus des Wolfs im europäischen Recht.

Wolfsrudel seien in mehreren Regionen Europas zu einer "echten Gefahr" für Nutztiere geworden, erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Begründung. Mit dem Vorschlag mache die Europäische Union einen "wichtigen Schritt", um den zuständigen Behörden mehr Freiheiten beim Umgang mit den Wölfen zu ermöglichen.

Bundesumweltministerin Lemke hob mit Blick auf den Wolf hervor, dass bei der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern Anfang Dezember auf ihren Vorschlag hin eine wirksame Regelung beschlossen worden sei, damit die Koexistenz von Nutztierhaltung und Wolf verbessert werde. Dabei geht es um sogenannte Schnellabschüsse von Wölfen in Gebieten mit erhöhtem Rissaufkommen.

In der Debatte über den Wolf habe sie "immer deutlich gemacht" , die Sorgen der Menschen vor Ort und der Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter ernst zu nehmen, erklärte Lemke am Donnerstag. Die auf der Umweltministerkonferenz beschlossene Regelung für Schnellabschüsse sei "rechtssicher, pragmatisch und sehr schnell wirksam".

F.Lim--TNT

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