The National Times - EU-Verpackungsgesetz: Getränkeindustrie sieht Gefahr für deutsches Mehrweg-System

EU-Verpackungsgesetz: Getränkeindustrie sieht Gefahr für deutsches Mehrweg-System


EU-Verpackungsgesetz: Getränkeindustrie sieht Gefahr für deutsches Mehrweg-System
EU-Verpackungsgesetz: Getränkeindustrie sieht Gefahr für deutsches Mehrweg-System / Foto: © AFP/Archiv

Vor Verhandlungen über ein europäisches Gesetz gegen Verpackungsmüll haben Getränkeverbände vor möglichen Folgen für das deutsche Mehrweg-System gewarnt. Teil des Gesetzes sei eine "nicht umsetzbare Normierung", hieß es am Mittwoch in einer Erklärung der Verbände der deutschen Getränkewirtschaft. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene gegen "zusätzliche bürokratische Vorgaben" einzusetzen.

Textgröße ändern:

Deutschland habe bereits "das größte Mehrwegsystem Europas", erklärten die Verbände. Das könne durch "überflüssige Verwaltungsaufgaben" und "nicht umsetzbare Kennzeichnungsvorgaben" in dem geplanten EU-Gesetz "schweren Schaden" nehmen. Der Verordnungsentwurf berücksichtige die Gegebenheiten bestehender Systeme in den Mitgliedstaaten nicht ausreichend.

Die EU-Umweltminister beraten in der kommenden Woche über das Verpackungsgesetz. Ziel des Entwurfs ist es unter anderem, in allen EU-Staaten Mehrwegsysteme für Getränke einzuführen. Zudem soll der Müll aus Plastikverpackungen bis 2040 um 20 Prozent reduziert werden, unter anderem sollen leichte Plastiktüten für loses Obst und Gemüse verboten werden.

F.Hammond--TNT

Empfohlen

DLRG-Rettungsschwimmer retteten in vergangenem Jahr 1154 Menschen das Leben

DLRG-Rettungsschwimmer haben im vergangenem Jahr 1154 Menschen das Leben gerettet. Mehr als 700 Rettungen erfolgten dabei direkt im Wasser, wie die Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Mittwoch zur Vorstellung ihrer Jahresbilanz in Bremen mitteilte. Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Helfer im Jahr 2025 rund 44.000 Menschen Hilfe. Zugleich mahnte DLRG-Präsidentin Ute Vogt mit Blick auf die beginnende Badesaison zur Vorsicht.

Klimawandel und El Niño: Forscher warnen vor extremen Waldbränden

Nach einem Jahresbeginn mit extremen Wetterereignissen haben Forscher vor "besonders heftigen" Waldbränden in den kommenden Monaten gewarnt. Die weltweite Waldbrandsaison habe in diesem Jahr "sehr früh begonnen" und könne so verheerend ausfallen wie noch nie in der jüngeren Geschichte, sagte Theodore Keeping vom Londoner Imperial College am Dienstag. Seine deutsche Kollegin Friederike Otto erklärte, der fortschreitende Klimawandel und seine Folgen seien ein Grund zur Sorge.

Entenküken aus Regenwasserrohr in Dresden gerettet

In Dresden haben Einsatzkräfte der Feuerwehr mehrere Entenküken aus einem Regenwasserrohr gerettet. Die vier Küken saßen am Samstag in etwa einem Meter Tiefe in dem Fallrohr fest, wie die Dresdner Feuerwehr am Sonntag berichtete.

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern: