The National Times - Klimaaktivistinnen kleben sich in Stockholm an Monet-Gemälde fest

Klimaaktivistinnen kleben sich in Stockholm an Monet-Gemälde fest


Klimaaktivistinnen kleben sich in Stockholm an Monet-Gemälde fest
Klimaaktivistinnen kleben sich in Stockholm an Monet-Gemälde fest / Foto: © ATERSTALL VATMARKER/AFP

In einem Museum in Schweden haben Klimaaktivistinnen das Schutzglas eines Gemäldes von Claude Monet mit roter Farbe beschmiert und sich an dem Glas festgeklebt. Ob das berühmte Gemälde "Der Garten des Künstlers in Giverny" selbst beschädigt wurde, sei "noch nicht bekannt", teilte das Stockholmer Nationalmuseum am Mittwoch mit. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Frauen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren festgenommen.

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Das Meisterwerk des französischen Impressionisten aus dem Jahr 1900 wird nach Angaben des Museums nun "von den Kuratoren auf Schäden untersucht". Museumssprecherin Hanna Tottmar sagte, sie hoffe auf "mehr Informationen" am Donnerstag.

Zu der Protestaktion bekannte sich die schwedische Aktivistengruppe Aterställ Vatmarker (Feuchtgebiete wiederherstellen). Sie setzt sich unter anderem für eine Wiederbewässerung ausgetrockneter Torfabbau-Gebiete ein.

Ein von der Gruppe im Onlinenetzwerk Facebook veröffentlichtes Video zeigt, wie die Frauen das Bild beschmieren, sich jeweils mit einer Hand an ihm festkleben und rufen: "Die (Klima-)Situation ist akut" und "Unsere Gesundheit wird bedroht".

Eine Sprecherin der Gruppe warf der schwedischen Regierung vor, ihre internationalen Klimaverpflichtungen nicht einzuhalten. "Unsere Emissionen steigen noch weiter. Es ist unfassbar", sagte sie der AFP. Schöne Gärten wie der auf Monets Gemälde seien bald "eine ferne Erinnerung".

Das Museum verurteilte die Aktion scharf. Das kulturelle Erbe habe "einen großen Symbolwert", sagte Chefkurator Per Hedström. Es anzugreifen oder zu zerstören, "egal zu welchem Zweck", sei "inakzeptabel".

Schweden das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden - fünf Jahre früher als die meisten reichen Industrieländer. Der Weltklimarat IPCC rechnet aber damit, dass die wichtige 1,5-Grad-Grenze der Erderwärmung bereits im Zeitraum 2030 bis 2035 erreicht wird, und dringt auf ein sofortiges und umfassendes Umsteuern in allen Bereichen, um die Erderwärmung einzudämmen.

S.Lee--TNT

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