The National Times - Umfrage: 41 Prozent halten Tempo bei Klimaschutzmaßnahmen für zu langsam

Umfrage: 41 Prozent halten Tempo bei Klimaschutzmaßnahmen für zu langsam


Umfrage: 41 Prozent halten Tempo bei Klimaschutzmaßnahmen für zu langsam
Umfrage: 41 Prozent halten Tempo bei Klimaschutzmaßnahmen für zu langsam / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesbürger sind bei der Frage des richtigen Tempos für die Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen gespalten. Wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-"Politbarometer" ergab, wird dabei für 34 Prozent der Befragten ein zu schnelles Tempo vorgelegt. Für 20 Prozent ist es demnach gerade richtig und 41 Prozent finden, es geht zu langsam voran.

Textgröße ändern:

Ein zu schnelles Vorgehen kritisieren der Umfrage zufolge 63 Prozent der AfD-Anhänger, 46 Prozent der Unionsanhänger und 43 Prozent der FDP-Anhänger. Bei den Grünen dringen 75 Prozent ihrer Anhängerschaft auf mehr Tempo, bei der Linken sind es 67 Prozent und bei der SPD 45 Prozent. Auch die meisten jüngeren Befragten fordern eine schnellere Umsetzung der Maßnahmen, bei den unter 35-Jährigen sind es demnach 60 Prozent.

Von den Aktionen der sogenannten Klimakleber erwarten sich nur wenige der Befragten einen positiven Effekt für den Klimaschutz. Der Umfrage zufolge sind lediglich sieben Prozent der Meinung, dass die Klimaaktivisten mit ihren illegalen Blockaden etwa von Hauptverkehrsstraßen viel erreichen werden. Parteiübergreifend und über alle Altersgruppen hinweg glaubt demnach eine sehr große Mehrheit von 92 Prozent, dass diese Aktionen wenig oder gar nichts für den Klimaschutz bringen.

Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1225 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Der mögliche Fehlerbereich der repräsentativen Befragung liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten.

Lewis--TNT

Empfohlen

Verbände dringen auf mehr Anstrengungen zur Senkung der Emissionen

Die Umweltverbände Germanwatch und WWF dringen auf zusätzliche Anstrengungen in Deutschland zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Die Bundesregierung müsse "ein ehrliches Klimaschutzprogramm vorlegen", das "einen Pfad zur Klimaneutralität 2045 zeichnet", verlangte die Organisation Germanwatch. Die Regierung muss dieses Programm noch im März vorlegen, zuvor will das Umweltbundesamt (UBA) an diesem Samstag die Emissionsdaten für 2025 veröffentlichen.

Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise fordern die Grünen zusätzliche Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger bei Deutschlandticket, Stromkosten und dem Einbau klimafreundlicher Heizungen. Bundeskanzler "Friedrich Merz muss heute beim Koalitionsausschuss Lösungen vorlegen, um das Leben wieder bezahlbar zu machen", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dafür müsse die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern verringert werden.

EU-Atompolitik: Umweltminister Schneider kritisiert "rückwärtsgewandte Strategie"

Nach den Äußerungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Atomkraft hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der EU eine "rückwärtsgewandte Strategie" vorgeworfen und bekräftigt, dass Deutschland am Ausstieg aus der Kernkraft festhält. Es spreche Bände, dass der Kern dieser Strategie aus neuen Subventionen für Kernkraftwerke bestehe, erklärte Schneider am Dienstag. "Wenn eine Risiko-Technologie nach einem dreiviertel Jahrhundert noch immer am staatlichen Tropf hängt und es längst bessere Alternativen gibt, sollte man daraus Konsequenzen ziehen."

US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt

Die Eisschicht auf dem Meer rund um den Südpol hat sich nach vier Jahren extremer Tiefststände etwas erholt: Wie Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA (NSIDC) am Montag mitteilten, wurde das jährliche Minimum der von Meereis bedeckten Fläche der Antarktis für 2026 mutmaßlich am 26. Februar erreicht und betrug 2,58 Millionen Quadratkilometer. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 sei die gemessene Fläche lediglich 15 Mal kleiner gewesen als in diesem Jahr.

Textgröße ändern: