The National Times - Greenpeace startet Meldeportal für Verstöße gegen Mehrweg-Angebotspflicht

Greenpeace startet Meldeportal für Verstöße gegen Mehrweg-Angebotspflicht


Greenpeace startet Meldeportal für Verstöße gegen Mehrweg-Angebotspflicht
Greenpeace startet Meldeportal für Verstöße gegen Mehrweg-Angebotspflicht / Foto: © AFP/Archiv

Die Umweltorganisation Greenpeace hat ein freigeschaltet, auf dem Verbraucher Verstöße gegen die seit Januar geltende Mehrweg-Angebotspflicht in der Gastronomie melden können. "Die zuständigen Behörden sind auch ein Vierteljahr nach Inkrafttreten des Gesetzes weitestgehend tatenlos, das können wir so nicht mehr hinnehmen", erklärte Viola Wohlgemuth von Greenpeace am Mittwoch.

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Seit dem 1. Januar müssen Gastronomiebetriebe ab einer bestimmten Größe, die Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, dafür eine Mehrwegoption bereithalten. Auf dem Meldeportal können Verbraucherinnen und Verbraucher nun angeben, wie ein Betrieb gegen die Regeln verstößt. Die Meldungen werden Greenpeace zufolge an die verantwortlichen Landesbehörden übermittelt. Laut Gesetz drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 10.000 Euro.

Über die Pflicht zum Anbieten von Mehrwegoptionen für Plastik-Einwegverpackungen für Essen und Einweg-Bechern jeglichen Materials für Getränke hinaus sind Restaurants und Cafés etwa gesetzlich verpflichtet, deutlich sichtbar auf die Alternativen hinzuweisen. Auch dürfen Kunden, die sich für Mehrweg entscheiden, nicht preislich benachteiligt werden. Pfand darf aber erhoben werden.

Umweltorganisationen bemängeln, dass viele Unternehmen die Vorgaben nicht umsetzen. Laut Greenpeace haben Stichproben bei knapp 700 Betrieben im Januar ergeben, dass gut die Hälfte keine Mehrwegalternative anbot. Fast-Food-Ketten und Lieferdienste fielen demnach besonders negativ auf. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat unter Verweis auf ähnliche Recherchen rechtliche Schritte gegen Gastronomieketten angekündigt.

O.Nicholson--TNT

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