The National Times - Bundesnetzagentur verteidigt schnellen LNG-Ausbau in Deutschland

Bundesnetzagentur verteidigt schnellen LNG-Ausbau in Deutschland


Bundesnetzagentur verteidigt schnellen LNG-Ausbau in Deutschland
Bundesnetzagentur verteidigt schnellen LNG-Ausbau in Deutschland / Foto: © AFP

Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hat den beschleunigten Ausbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland gegen Kritik verteidigt, es würde dadurch zu Überkapazitäten kommen. "Natürlich mag es in milden Wintern so wirken, als ob man nicht alles bräuchte", sagte er dem Deutschlandfunk im Interview der Woche. Anders sei das in kalten Wintern.

Textgröße ändern:

Das betreffe dann auch ganz Mitteleuropa, "das heißt, wir müssen auch an unsere Nachbarländer denken", sagte Müller. Die Erfahrung des vergangenen Jahres, als durch die Einstellung der russischen Lieferungen eine Mangellage drohte, sei "keine, die ich gerne wiederholen möchte", sagte der Behördenchef. Dazu gehöre eine "ausreichende, eine auch redundante Struktur", die die Bedürfnisse Deutschlands und der Nachbarländer in kalten Wintern mitbedienen. Das sei "auch eine Frage der Solidarität".

"Lassen sie uns lieber vorsichtig sein, auch wenn das Geld kostet, auch wenn es erst einmal eine fossile Struktur ist, die wir aufbauen", führte Müller in dem Interview aus. Es sollte am Sonntag in voller Länge ausgestrahlt werden.

Bis Ende dieses Jahres sollen insgesamt sechs Flüssigerdgas-Terminals (LNG-Terminals) in Deutschland zur Verfügung stehen, fünf staatlich betriebene und ein privatwirtschaftlich betriebenes. Zum Teil nahmen sie ihre Arbeit bereits auf. Vor allem Umweltschützer halten die Infrastruktur für überdimensioniert und stellen den hohen Bedarf an LNG in Frage. Sie fürchten zudem Umweltschäden durch diese fossile Energie.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Verbände dringen auf mehr Anstrengungen zur Senkung der Emissionen

Die Umweltverbände Germanwatch und WWF dringen auf zusätzliche Anstrengungen in Deutschland zur Senkung der Treibhausgasemissionen. Die Bundesregierung müsse "ein ehrliches Klimaschutzprogramm vorlegen", das "einen Pfad zur Klimaneutralität 2045 zeichnet", verlangte die Organisation Germanwatch. Die Regierung muss dieses Programm noch im März vorlegen, zuvor will das Umweltbundesamt (UBA) an diesem Samstag die Emissionsdaten für 2025 veröffentlichen.

Grüne fordern von Koalition günstigeres Deutschlandticket und weitere Entlastungen

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise fordern die Grünen zusätzliche Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger bei Deutschlandticket, Stromkosten und dem Einbau klimafreundlicher Heizungen. Bundeskanzler "Friedrich Merz muss heute beim Koalitionsausschuss Lösungen vorlegen, um das Leben wieder bezahlbar zu machen", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dafür müsse die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern verringert werden.

EU-Atompolitik: Umweltminister Schneider kritisiert "rückwärtsgewandte Strategie"

Nach den Äußerungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Atomkraft hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) der EU eine "rückwärtsgewandte Strategie" vorgeworfen und bekräftigt, dass Deutschland am Ausstieg aus der Kernkraft festhält. Es spreche Bände, dass der Kern dieser Strategie aus neuen Subventionen für Kernkraftwerke bestehe, erklärte Schneider am Dienstag. "Wenn eine Risiko-Technologie nach einem dreiviertel Jahrhundert noch immer am staatlichen Tropf hängt und es längst bessere Alternativen gibt, sollte man daraus Konsequenzen ziehen."

US-Forscher: Meereisfläche in der Antarktis hat sich dieses Jahr etwas erholt

Die Eisschicht auf dem Meer rund um den Südpol hat sich nach vier Jahren extremer Tiefststände etwas erholt: Wie Forscher des Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrums der USA (NSIDC) am Montag mitteilten, wurde das jährliche Minimum der von Meereis bedeckten Fläche der Antarktis für 2026 mutmaßlich am 26. Februar erreicht und betrug 2,58 Millionen Quadratkilometer. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 sei die gemessene Fläche lediglich 15 Mal kleiner gewesen als in diesem Jahr.

Textgröße ändern: