The National Times - Shell zahlt Bauern in Nigeria 15 Millionen Euro wegen Ölverseuchung

Shell zahlt Bauern in Nigeria 15 Millionen Euro wegen Ölverseuchung


Shell zahlt Bauern in Nigeria 15 Millionen Euro wegen Ölverseuchung
Shell zahlt Bauern in Nigeria 15 Millionen Euro wegen Ölverseuchung / Foto: © AFP/Archiv

Der Ölkonzern Shell zahlt wegen Umweltverschmutzung in Nigeria 15 Millionen Euro Entschädigung. Das Geld sollen drei Dörfer im Nigerdelta und Einzelkläger bekommen, wo von 2004 bis 2007 insgesamt vier Öl-Lecks Land und Wasser verseucht hatten. Die Entschädigung handelte Milieudefensie aus, der niederländische Arm von Friends of the Earth, wie die Umweltorganisation und Shell am Freitag mitteilten.

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Die Einigung folgt auf ein Urteil von Ende Januar 2021: Das Berufungsgericht in Den Haag hatte nach jahrelangem juristischen Tauziehen entschieden, dass Shell Entschädigungen wegen der Öl-Lecks im Nigerdelta zahlen muss, weil eine Unternehmenstochter verantwortlich für die Umweltschäden dort ist. Über die Höhe wurde seitdem verhandelt.

Geklagt hatten schon im Jahr 2008 vier Bauern und Fischer aus den Dörfern Goi, Oruma und Ikot Ada Udo im Südosten Nigerias. Sie sind mittlerweile alle gestorben; die Klagen führten andere Betroffene weiter. Sie zogen in den Niederlanden vor Gericht, weil Shell 2008 dort noch seinen Sitz hatte. Mittlerweile ist Shell in London ansässig.

Der Konzern betonte am Freitag, mit der Zahlung der 15 Millionen Euro sei keinerlei Schuldbekenntnis verbunden. Der Konzern hatte als Ursache für die Öl-Lecks im Flussdelta stets Sabotage genannt und versichert, er habe die verseuchten Regionen gesäubert.

Einer der Kläger, Eric Dooh, erklärte am Freitag, es sei eine "große Erleichterung", nach all den Jahren des juristischen Kampfes gegen Shell nun bald eine Entschädigung "für all das, was wir verloren haben", zu erhalten. Der Vorsitzende von Milieudefensie, Donald Pols, nannte den Prozess und die nun ausgehandelte Entschädigung eine "neue Norm": Die Unternehmen könnten sich nicht mehr aus ihrer Verantwortung für Umweltverschmutzungen und Menschenrechtsverletzungen stehlen. Künftig "müssen sie die Rechnung zahlen".

R.Campbell--TNT

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