The National Times - Studie: Staaten fördern Umweltzerstörung jährlich mit 1,6 Billionen Euro

Studie: Staaten fördern Umweltzerstörung jährlich mit 1,6 Billionen Euro


Studie: Staaten fördern Umweltzerstörung jährlich mit 1,6 Billionen Euro
Studie: Staaten fördern Umweltzerstörung jährlich mit 1,6 Billionen Euro

Regierungen weltweit subventionieren laut einer Studie die Zerstörung der Umwelt und die Klimakrise jedes Jahr mit geschätzt 1,8 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro). Die Autoren der am Donnerstag veröffentlichten Studie riefen die Staats- und Regierungschefs auf, die umweltschädlichen Subventionen bis 2030 abzuschaffen oder umzuwidmen. Der Bericht geht auf "The B Team", eine gemeinnützige Initiative des Milliardärs Richard Branson, und den Organisationsverbund "Business für Nature" zurück.

Textgröße ändern:

Staatliche Subventionen "müssen in den Schutz des Klimas und der Natur fließen statt in die Finanzierung unseres eigenen Aussterbens", forderte Christiana Figueres von "The B Team". Umweltschädliche Fördergelder machten zwei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus und finanzierten die "globale Zerstörung der Natur", heißt es in der Studie. Mehr als 80 Prozent der umweltschädlichen Subventionen entfallen demnach auf die fossile Brennstoffindustrie, die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft.

Schätzungsweise 640 Milliarden Dollar gehen demnach jedes Jahr an die fossile Brennstoffindustrie und tragen damit zum Klimawandel, zur Luft- und Wasserverschmutzung sowie zur Bodensenkung bei. Die Landwirtschaft wird mit rund 520 Milliarden Dollar unterstützt, was Bodenerosion, Wasserverschmutzung, Entwaldung, Treibhausgas-Emissionen und den Verlust von Artenvielfalt und natürlichen Lebensräumen zur Folge hat.

Weitere 350 Milliarden Dollar Subventionen fließen an die Wasserwirtschaft, die laut der Studie für Wasserverschmutzung und die Gefährdung der Ökosysteme in Meeren und Gewässern verantwortlich ist. Die Studie basiert auf Daten der Internationalen Energieagentur und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Energiekrise ist Signal für Abkehr von fossiler Energie

Die globale Energiekrise prägt die Beratungen des internationalen Petersberger Klimadialogs in Berlin. UN-Generalsekretär António Guterres und weitere der Teilnehmenden aus mehr als 30 Staaten riefen am Dienstag dazu auf, die Lage als Signal für die Abkehr von fossilen Energieträgern und einen Umstieg auf Erneuerbare zu verstehen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) forderte, beim Klimaschutz "einen Schritt zuzulegen".

Buckelwal vor Poel liegt erneut teilweise auf - Backhaus: "Er ruht sich aus"

Der vor der Ostseeinsel Poel liegende Buckelwal liegt kurze Zeit nach seinem Freischwimmversuch vom Montag wieder teilweise auf einer Sandbank auf. Es handle sich aber nicht um eine neue Strandung, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) am Ort des Geschehens. "Er ruht sich aus." Die aktuell für die Walrettung verantwortliche Privatinitiative und die Behörden berieten nun über das weitere Vorgehen.

Klima-Allianz: Energiewende in aktueller Krise entschlossen vorantreiben

Im Vorfeld des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat die Klima-Allianz Deutschland dazu aufgerufen, die Energiewende national und international entschlossener voranzutreiben. "Da die Klimakrise und die geopolitische Abhängigkeit von Öl und Gas zu einem Sicherheitsrisiko für Wirtschaft und Gesellschaft geworden sind, schützt eine beschleunigte Energiewende Deutschland nicht nur vor steigenden Kosten, sondern stärkt auch die nationale Widerstandsfähigkeit", erklärte die Organisation am Montag.

Fachleute im Bundesumweltministerium: Mini-Atomkraftwerke sind unwirtschaftlich

Fachleute im Bundesumweltministerium (BMUKN) halten sogenannte Mini-Atomkraftwerke für unwirtschaftlich. In einem internen Papier widersprechen sie laut einem Bericht des Senders SWR vom Montag gegensätzlichen Einschätzungen unter anderem von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte dem SWR demnach die Existenz dieser fachlichen Bewertung.

Textgröße ändern: