The National Times - Australiens größtes Kohlekraftwerk geht früher vom Netz als geplant

Australiens größtes Kohlekraftwerk geht früher vom Netz als geplant


Australiens größtes Kohlekraftwerk geht früher vom Netz als geplant
Australiens größtes Kohlekraftwerk geht früher vom Netz als geplant

Ganze sieben Jahre früher als geplant soll Australiens größtes Kohlekraftwerk außer Betrieb gehen. Die Schließung der Anlage Eraring im Bundesstaat New South Wales werde nun schon für Mitte 2025 angepeilt, sagte der Chef der Betreiberfirma Origin Energy, Frank Calabria, am Donnerstag. Grund ist, dass sich durch den Zuwachs an Erneuerbaren das Geschäftsmodell des Kohlewerks nicht mehr rechnet.

Textgröße ändern:

Australien gehört zu den größten Kohleproduzenten der Welt und die Produkte machen einen erheblichen Anteil an den Exporten aus. Die derzeitige konservative Regierung hält daher an den klimaschädlichen Kraftwerken fest. Die Kohlewerke stünden aber "unter wachsendem Druck", weil sich Sonnenenergie, Windenergie und auch Batterien "viel sauberer und günstiger produzieren" ließen, führte Calabria aus. Das untergrabe das Geschäftsmodell von Kohlewerken.

Die Anlage Eraring ist seit fast 40 Jahren in Betrieb und sollte eigentlich erst 2032 schließen. Derzeit liefert sie ein Viertel des in New South Wales verbrauchten Stroms, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat des Kontinents.

Der Chef der Betreiberfirma gestand ein, dass die vorzeitige Schließung "herausfordernd" für die mehreren hundert Angestellten sein werde. Auch die Gewerkschaften warnten vor einer "unsicheren Zukunft" für alle jene Familien, die für ihren Lebensunterhalt von dem Kraftwerk abhingen. Aus der Regierung kamen wiederum Warnungen, durch die Schließung könne es zu stark steigenden Energiepreisen kommen.

Umweltgruppen begrüßten den Schritt hingegen. Die Pläne entsprächen der Tatsache, dass fossile Energien ein Auslaufmodell seien. Darum müsse sich die Regierung kümmern, statt "falsche Hoffnung zu verbreiten und eine sterbende Industrie zu stützen", erklärte die Denkfabrik The Australia Institute.

R.Evans--TNT

Empfohlen

10.000 Tonnen Fisch im Jahr: Behörden in Südfrankreich genehmigen Mega-Lachsfarm

Die Behörden in Südfrankreich haben den Bau einer Lachsfarm an der Mündung der Gironde in den Atlantik genehmigt. Die Firma Pure Salmon darf dort in Zukunft 10.000 Tonnen Lachs pro Jahr produzieren und investiert 280 Millionen Euro, wie die zuständige Präfektur am Dienstag mitteilte. Zahlreiche Umweltorganisationen befürchten Schäden für die Natur in dem Flussdelta bei Bordeaux.

Niedrigwasser durch Trockenheit: Rheinpegel teilweise weiter auf Tiefststand

Aufgrund anhaltender Hitze und Trockenheit hat das Niedrigwasser am Rhein an einigen Orten neue Tiefststände erreicht. Am Pegel Kaub wurden Dienstagfrüh nur noch 24 Zentimeter gemessen, womit der bisher niedrigste bekannte Wasserstand im Jahr 2018 noch um einen Zentimeter unterschritten wurde, wie aus den von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes veröffentlichten Pegelwerten hervorging.

Trotz niedrigem Donau-Pegelstand: Ungarns einziges Atomkraftwerk weiter in Betrieb

Ungarns einziges Atomkraftwerk ist trotz der historisch niedrigen Pegelstände der Donau vorerst weiterhin in Betrieb. Regierungschef Peter Magyar erklärte am Montag, es sei den Ingenieuren gelungen, die für den Betrieb einer Turbine erforderliche Kühlwassermenge zu reduzieren. Am Vortag hatte Magyar angekündigt, dass das gesamte Akw erstmals seit 44 Jahren abgeschaltet werden würde.

Menschheit lebt "auf Pump": Forderungen zum Erdüberlastungstag

Zum so genannten Erdüberlastungstag haben die Grünen von der Bundesregierung mehr Einsatz für den Klimaschutz gefordert. Ihre Erwartung an Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sei "klar und eindeutig", sagte Grünen-Ko-Fraktionschefin Britta Haßelmann der "Rheinischen Post" vom Donnerstag: "Nehmt die Klimakrise endlich ernst und handelt!" Schneider warnte seinerseits vor dem fahrlässigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Textgröße ändern: