The National Times - Deutschland hat einen Gletscher weniger

Deutschland hat einen Gletscher weniger


Deutschland hat einen Gletscher weniger
Deutschland hat einen Gletscher weniger / Foto: © AFP/Archiv

Deutschland hat einen Gletscher weniger. Im Sommer 2022 schritt der starke Eisschwund am Südlichen Schneeferner in den bayerischen Alpen derart voran, dass er nun seinen offiziellen Status als Gletscher verliert, wie die Bayerische Akademie der Wissenschaften am Montag in München mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Eisdicke erreicht an den meisten Stellen nicht einmal mehr zwei Meter, wie neue Georadarmessungen Mitte September zeigten. Selbst an der tiefsten Stelle beträgt die Eisdicke inzwischen weniger als sechs Meter - 2018 waren es noch zehn Meter. Die Experten rechnen damit, dass das verbleibende Eis innerhalb der kommenden ein bis zwei Jahre vollständig abschmelzen wird.

Gleichzeitig halbierte sich die Gletscherfläche seit 2018 auf weniger als einen Hektar. Aufgrund der geringen Eisdicke kann der Akademie zufolge auch keine Eisbewegung mehr erwartet werden, so dass der Südliche Schneeferner nicht länger als eigenständiger Gletscher betrachtet wird.

Die langjährigen Vermessungen am Südlichen Schneeferner werden daher eingestellt. Erstmals gab es 1892 solche Messungen. Sie werden regelmäßig seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wiederholt, um die Veränderung der bayerischen Gletscher zu erfassen. Damit gibt es in Bayern nun noch vier Gletscher - an der Zugspitze der Nördliche Schneeferner und der Höllentalferner und in den Berchtesgadener Alpen Blaueis und Watzmanngletscher.

V.Allen--TNT

Empfohlen

Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic

Der US-Konzern Amazon hat am Montag weitere Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) in das US-Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, bekanntgegeben. Amazon kündigte beim Erreichen bestimmter Leistungsziele weitere Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Dollar in Anthropic an. Anthropic verpflichtete sich derweil, in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Technologie von Amazon Web Services (AWS) auszugeben.

GA-ASI schließt „Flight Into Known Icing“-Flugtests der MQ-9B ab

Weltweit führender RPA-Anbieter lässt MQ-9B für FIKI zertifizieren

Auf Schafsfarm in Patagonien: Forscherteam entdeckt neuen Langhalssaurier

Ein deutsch-argentinisches Forscherteam hat in Patagonien einen neuen Langhalssaurier entdeckt. Der Dinosaurier namens Bicharracosaurus dionidei aus der oberen Jurazeit lebte vor rund 155 Millionen Jahren, wie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns am Donnerstag in München mitteilte. Geborgen wurden Teile der Wirbelsäule mit mehr als 30 Hals-, Rücken- und Schwanzwirbeln, mehrere Rippen sowie ein Bruchstück des Beckenknochens.

Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt

Die älteste Cannabispflanze der Welt stammt womöglich nicht aus China, sondern aus Sachsen-Anhalt. Zumindest wirft ein Sammlungsfund aus der Urzeit nach Angaben des Museums für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin vom Freitag diese Frage auf. Forschende stießen in der Sammlung des Museums demnach auf ein "spektakuläres Pflanzenfossil".

Textgröße ändern: