The National Times - Nach KI-Bildern in "heute journal": ZDF beruft New-York-Korrespondentin ab

Nach KI-Bildern in "heute journal": ZDF beruft New-York-Korrespondentin ab


Nach KI-Bildern in "heute journal": ZDF beruft New-York-Korrespondentin ab
Nach KI-Bildern in "heute journal": ZDF beruft New-York-Korrespondentin ab / Foto: © AFP/Archiv

Das ZDF hat nach der Ausstrahlung von nicht gekennzeichnetem KI-generierten Bildmaterial in seiner Nachrichtensendung "heute journal" personelle Konsequenzen gezogen. Da die Verstöße gegen ZDF-Richtlinien und journalistische Standards "so schwer wiegen", sei die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht mit sofortiger Wirkung abberufen worden, teilte der Sender am Freitag in Mainz mit.

Textgröße ändern:

In dem Beitrag ging es um Abschieberazzien der US-Einwanderungsbehörde ICE. Für den Beitrag der Korrespondentin für das "heute journal" vom Sonntagabend wurde demnach an einer Stelle KI-generiertes Bildmaterial aus dem Internet verwendet, das Kinder zeigt, die sich an ihre Mutter klammern. Eine weitere Szene war nach ZDF-Angaben zwar real, stammte aber aus einem anderen Kontext und aus dem Jahr 2022.

Das KI-generierte Material hätte ohne journalistische Begründung und ohne Einordnung gemäß der internen Regeln des ZDF zur Verwendung von solchen Sequenzen nicht verwendet werden dürfen, erklärte der öffentlich-rechtliche Sender, der sich bereits am Dienstag dafür entschuldigt hatte.

Eine nach journalistischen Standards erforderliche Überprüfung der anderen Videoszene und ihres Ursprungs sei nicht erfolgt. Der Schlussredaktion des "heute journals" hätte bei der Abnahme des Beitrags die KI-generierte Bildsequenz auffallen müssen, betonte der Sender.

"Der Schaden, der durch die Missachtung journalistischer Regeln entstanden ist, ist groß", erklärte ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten. "Es geht im Kern um die Glaubwürdigkeit unserer Berichterstattung." Der Sender arbeitet demnach derzeit an einem Maßnahmenkatalog, um die Einhaltung der journalistischen Standards "mit aller Konsequenz" sicherzustellen.

S.Collins--TNT

Empfohlen

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen

KI statt Krake: Bei den Vorhersagen für die derzeitige Fußball-Weltmeisterschaft setzen viele Fans statt auf Tier-Orakel auf die Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Prognosen der sogenannten Chatbots unterschiedlich. So sagen ChatGTP des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic Spanien als Weltmeister voraus, Le Chat der französischen Firma Mistral hingegen tippt auf Frankreich, und die chinesischen Programme Deepseek und Qwen sehen Argentinien als Favoriten.

Internationale Referenzstudie: Entwicklung des Erdklimas immer besorgniserregender

Die Folgen der Erderwärmung werden laut einer Studie immer besorgniserregender. Mehr als 70 Wissenschaftler aus 17 Ländern, darunter Experten des Weltklimarats IPCC, erklärten am Donnerstag, die Erde sei "ein Patient, der immer stärker beunruhigende Symptome zeige". Zusätzlich werde das Klima heute "durch geopolitische Entscheidungen geschwächt oder bedroht", erklärte die französische Klima-Expertin und frühere Leiterin einer IPCC-Arbeitsgruppe, Valérie Masson-Delmotte.

Millionen Kadaver: Chinesische Forscher entdecken größten Wal-Friedhof der Welt

Forscher aus China haben am Grund des Indischen Ozeans den größten Wal-Friedhof der Welt entdeckt. Er sei "erstaunt" gewesen über die vielen Kadaver, die zum Teil Millionen Jahre alt sind, erklärte der Forscher Xiaotong Peng am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er war 2023 mehrfach mit einem kleinen Tauchboot zur Fundstätte vor der Westküste Australiens hinabgetaucht.

Textgröße ändern: