The National Times - Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt

Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt


Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt
Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt / Foto: © AFP/Archiv

Die globale Erwärmung hat sich vergangenes Jahr laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus weiter fortgesetzt: 2025 war demnach das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und fast ebenso heiß wie die beiden Rekordjahre 2024 und 2023. Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur der drei vorangegangenen Jahre mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau, wie es in dem am Mittwoch vorgestellten Klima-Jahresbericht von Copernicus weiter hieß.

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2025 lag die durchschnittliche Lufttemperatur auf der Erde demnach 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Dies war fast so viel wie im global zweitheißesten Jahr 2023 mit 1,48 Grad über dem vorindustriellen Niveau und reicht an das Rekordjahr 2024 heran, als das vorindustrielle Niveau um 1,60 Grad überschritten worden war.

Dass die globale Durchschnittstemperatur in den vergangenen drei Jahren zusammengenommen über 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegt, bedeutet nicht, dass die Weltgemeinschaft bereits die Vorgabe des Pariser Klimaabkommens gerissen hat. Das Abkommen aus dem Jahr 2015 sieht vor, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Für ein Scheitern an dieser Vorgabe müsste der Grenzwert über einige Jahre hinweg überschritten werden.

Der neue Copernicus-Befund stützt allerdings die Einschätzung vieler Forscher und politischer Akteure in den vergangenen Monaten, dass die 1,5-Grad-Grenze nicht mehr einzuhalten ist und die Menschheit sich daher auf einen folgenschweren Klimawandel einstellen muss. Angesichts der derzeitigen Erderwärmung sei mit einer dauerhaften Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze bereits Ende dieses Jahrzehnts zu rechnen, heißt es in dem Copernicus-Bericht. Dies wäre "ein Jahrzehnt früher" als zuvor angenommen.

Der Direktor des Copernicus-Klimadienstes, Carlo Buontempo, erklärte, die Welt sei "verdammt" zur Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze und müsse sich nun darum kümmern, "wie man die unvermeidliche Überschreitung und ihre Konsequenzen auf die Gesellschaften" und Ökosysteme am besten in den Griff bekomme.

Die Erderwärmung ist insbesondere auf die fortgesetzte massive Nutzung fossiler Energieträger wie Erdöl und Kohle zurückzuführen. Trotz der globalen Auswirkungen des Klimawandels etwa in Form zunehmender Wetterextreme wie Stürme, Überschwemmungen und Dürren haben die USA, die der zweitgrößte Treibhausgasemittent der Welt sind, das Pariser Klimaabkommen aufgekündigt. Vergangene Woche verfügte US-Präsident Donald Trump überdies den Ausstieg seines Landes aus der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.

Die vergangenen elf Jahre waren laut Copernicus die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. Während 2024 das natürliche Klimaphänomen El Niño zu der Rekord-Durchschnittstemperatur beitrug, wirkte 2025 das Klimaphänomen La Niña, das normalerweise niedrigere Temperaturen bewirkt. Trotzdem waren die Temperaturen in den Polarregionen vergangenes Jahr besonders hoch, in der Antarktis wurde ein Rekord der Jahresdurchschnittstemperatur erreicht. Dadurch wurde laut Copernicus teilweise aufgewogen, dass es in tropischen Regionen teils kühler war als sonst.

An den Copernicus-Angaben zur globalen Durchschnittstemperatur nicht direkt ablesbar ist zudem, dass 2025 in vielen Regionen neue Temperaturrekorde erreicht wurden. Nach Berechnungen und Analysen der Nachrichtenagentur AFP wurden im vergangenen Jahr 120 neue monatliche Temperaturrekorde in mehr als 70 Ländern gemessen, insbesondere in der Sahelzone und im Westen Afrikas, aber auch in Ländern in Zentralasien wie Tadschikistan und Kasachstan sowie im Iran.

Zudem war 2025 von Extremwetterereignissen in Europa, Asien und Nordamerika geprägt. Außer Hitzewellen und heftigen Stürmen gab es unter anderem die heftigen Waldbrände rund um Los Angeles zu Jahresbeginn und zerstörerische Feuer in Spanien im Sommer.

Für 2026 gab Copernicus-Expertin Samantha Burgess keine Entwarnung. Sie erwarte, dass es zu den fünf heißesten Jahren auf Erden überhaupt gehören werde - "vielleicht vergleichbar mit 2025", prognostiziert sie.

A.Wood--TNT

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