The National Times - Baerbock: Erneuerbare Energien bedeuten Unabhängigkeit von autokratischen Staaten

Baerbock: Erneuerbare Energien bedeuten Unabhängigkeit von autokratischen Staaten


Baerbock: Erneuerbare Energien bedeuten Unabhängigkeit von autokratischen Staaten

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat beim Petersberger Klimadialog angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Wichtigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien hervorgehoben. "Erneuerbare Energie bedeutet auch Freiheit in diesen Zeiten", sagte Baerbock am Montag bei dem Treffen mit mehr als 40 Staaten in Berlin. Sie seien "die beste Sicherheitsgarantie dafür, unabhängig zu werden von fossilen Importen und damit auch unabhängig zu werden von autokratischen Regierungen weltweit".

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Baerbock sagte, Deutschland habe mit der Reaktivierung von Kohlekraftwerken schwere Entscheidungen treffen müssen, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Dies bedeute aber nicht, dass die Bundesregierung bei ihrem Elan für den Ausbau erneuerbarer Energien nachlasse. Das Gegenteil sei der Fall, die Anstrengungen würden deutlich verstärkt.

Sie sei überzeugt, dass der russische Angriffskrieg zu einem "Booster für den Ausbau der erneuerbaren Energien" werde - auch wenn Russlands Präsident Wladimir Putin "das nie beabsichtigt" habe. Dass nun wegen der Gasknappheit in Deutschland wieder Kohlekraftwerke ans Netz gebracht würden, werde nur ein "kurzes Momentum" bleiben.

Die deutsche Außenministerin warb zugleich für ein international abgestimmtes Handeln im Kampf gegen die Erderwärmung. "Die Klimakrise macht an keiner Grenze halt." Sie sei "mittlerweile das größte Sicherheitsproblem für alle Menschen auf dieser Erde". Deswegen dürften auch die Antworten auf die Klimakrise "an keiner Grenze halt machen"

Baerbock verwies auf die bedrohliche Entwicklung durch die Klimaerwärmung in Afrika, aber auch auf die verheerenden Brände der vergangenen Wochen in Südeuropa sowie die Flutkatastrophe im vergangenen Jahr im Ahrtal. "Wir müssen unsere gemeinsamen Kraftanstrengungen intensivieren", sagte Baerbock. Denn in den vergangenen Jahren sei "viel zu viel Zeit verplempert" worden. Der Petersberger Klimadialog sei "ein zentraler Baustein, um den Weg zu bereiten zu einer erfolgreichen Weltklimakonferenz im November diesen Jahres".

Baerbock forderte, die internationale Gemeinschaft müsse bei der Unterstützung der Menschen vor Ort viel schneller werden. Deshalb müssten nun innerhalb der nächsten fünf Jahre alle Menschen weltweit mit Frühwarnsystemen vor schweren Wetterereignissen geschützt werden. Dies müsse Teil eines neuen Maßnahmepakets werden. Oberste Priorität habe weiter die Dekarbonisierung der Volkswirtschaften. "Wir müssen also den Ausstoß der Klimagase in allen Ländern schneller senken."

Baerbock sprach von einer "Mega-Kraftanstrengung, die wir nur gemeinsam stemmen können". Gleichzeitig befinde sich die Menschheit in einer Situation, "in der sich die weltweiten Krisen überlappen". Dazu zählten auch die die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Lebensmittelversorgung weltweit.

Im Zentrum des Petersberger Klimadialogs in Berlin stehen nach Angaben der Bundesregierung "Fragen der Klimaanpassung, der Klimafinanzierung und zum Umgang mit Verlusten und Schäden". Das Treffen, bei dem Ägypten Ko-Gastgeber ist, soll die Weichen stellen für die bevorstehende Weltklimakonferenz im ägyptischen Scharm el Scheich. Diese solle "zu einem Katalysator für den weltweiten Klimaschutz und einer zentralen Wegmarke werden, um die Welt auf den 1,5-Grad-Pfad zu führen", hieß es von der Bundesregierung.

E.Reid--TNT

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