The National Times - Auf Druck aus Brüssel: Apple kündigt Änderungen im App Store an

Auf Druck aus Brüssel: Apple kündigt Änderungen im App Store an


Auf Druck aus Brüssel: Apple kündigt Änderungen im App Store an
Auf Druck aus Brüssel: Apple kündigt Änderungen im App Store an / Foto: © AFP/Archiv

Apple hat auf Druck aus Brüssel erneut eine Reihe von Änderungen in seinem App Store angekündigt. Der iPhone-Hersteller will Entwicklern nach eigenen Angaben vom Donnerstag künftig erlauben, direkt in ihren Apps Bezahlmöglichkeiten anzubieten. Die EU-Kommission kündigte an, die Zusagen des US-Konzerns zu prüfen und im Anschluss über mögliche weitere Bußgelder für Apple zu entscheiden.

Textgröße ändern:

Brüssel hatte im April eine Strafe in Höhe von 500 Millionen Euro gegen Apple wegen Verstößen gegen die EU-Wettbewerbsregeln verhängt. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werfen dem iPhone-Hersteller vor, Entwickler und Nutzer mit einer Reihe von Regelungen zur Nutzung seines App Stores zu zwingen und Alternativen keine Chance zu lassen.

Die Geschäftsbedingungen für den App Store verbieten es Anbietern wie Netflix oder Spotify etwa, Abonnements direkt in ihren Apps abzuschließen, ohne einen Umweg über den App Store zu gehen. Verlinkungen aus einer App auf eine Webseite sind demnach erheblich eingeschränkt.

Am Donnerstag endete eine Frist für Anpassungen im App Store. Apple zeigte sich zuversichtlich, mit den Änderungen nun den Anforderungen aus Brüssel nachzukommen. Sollte die Kommission dies anders sehen, kann sie weitere Strafen verhängen. Bei ihrer Prüfung werde sie "die Ansichten von Marktteilnehmern und interessierten Dritten" berücksichtigen, teilte die Kommission mit.

Ungeachtet der Änderungen vom Donnerstag plant Apple nach eigenen Angaben, vor Gericht Einspruch gegen die von der EU-Kommission verhängte Strafe einzulegen. Dafür hat das Unternehmen noch bis zum 7. Juli Zeit. Am Ende dürfte der Europäische Gerichtshof (EuGH) über den Fall entscheiden.

Brüssel streitet bereits seit Jahren mit Apple über Verstöße gegen die EU-Wettbewerbsregeln. Der iPhone-Hersteller hat immer wieder Änderungen angekündigt, die der Kommission bislang aber nie vollständig ausreichten. In einem anderen Verfahren verhängte die Kommission im März vergangenen Jahres bereits ein Bußgeld in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, weil Apple seine Stellung auf dem Markt für Musikstreaming-Dienste ausgenutzt habe.

Seit dem vergangenen Jahr gelten in der EU verschärfte Regeln, mit denen die Marktmacht großer Digitalkonzerne eingeschränkt werden soll. Dazu zählen neben Apple auch der Google-Mutterkonzern Alphabet, Amazon, die Buchungsplattform Booking.com, die Tiktok-Mutter Bytedance, die Facebook-Mutter Meta und Microsoft. Die Vorschriften sind US-Präsident Donald Trump, der im Zollstreit mit der EU auch über die Digitalregeln verhandeln will, ein Dorn im Auge. Gesetzesänderungen nach dem Willen Trumps hat die Kommission aber ausgeschlossen.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic

Der US-Konzern Amazon hat am Montag weitere Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) in das US-Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, bekanntgegeben. Amazon kündigte beim Erreichen bestimmter Leistungsziele weitere Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Dollar in Anthropic an. Anthropic verpflichtete sich derweil, in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Technologie von Amazon Web Services (AWS) auszugeben.

GA-ASI schließt „Flight Into Known Icing“-Flugtests der MQ-9B ab

Weltweit führender RPA-Anbieter lässt MQ-9B für FIKI zertifizieren

Auf Schafsfarm in Patagonien: Forscherteam entdeckt neuen Langhalssaurier

Ein deutsch-argentinisches Forscherteam hat in Patagonien einen neuen Langhalssaurier entdeckt. Der Dinosaurier namens Bicharracosaurus dionidei aus der oberen Jurazeit lebte vor rund 155 Millionen Jahren, wie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns am Donnerstag in München mitteilte. Geborgen wurden Teile der Wirbelsäule mit mehr als 30 Hals-, Rücken- und Schwanzwirbeln, mehrere Rippen sowie ein Bruchstück des Beckenknochens.

Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt

Die älteste Cannabispflanze der Welt stammt womöglich nicht aus China, sondern aus Sachsen-Anhalt. Zumindest wirft ein Sammlungsfund aus der Urzeit nach Angaben des Museums für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin vom Freitag diese Frage auf. Forschende stießen in der Sammlung des Museums demnach auf ein "spektakuläres Pflanzenfossil".

Textgröße ändern: