The National Times - Kriegsgedenken: Bundespräsident Steinmeier kritisiert "Geschichtslügen" des Kremls

Kriegsgedenken: Bundespräsident Steinmeier kritisiert "Geschichtslügen" des Kremls


Kriegsgedenken: Bundespräsident Steinmeier kritisiert "Geschichtslügen" des Kremls
Kriegsgedenken: Bundespräsident Steinmeier kritisiert "Geschichtslügen" des Kremls / Foto: © AFP

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Rede im Bundestag zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa vor 80 Jahren Russland und Präsident Wladimir Putin scharf kritisiert. Der Kreml verbreite "Geschichtslügen", wenn er seinen Krieg gegen die Ukraine als "Fortsetzung des Kampfes gegen den Faschismus" deklariere, sagte Steinmeier am Donnerstag. "Putins Angriffskrieg, sein Feldzug gegen ein freies, demokratisches Land, hat nichts gemein mit dem Kampf gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft im Zweiten Weltkrieg."

Textgröße ändern:

Der Bundespräsident würdigte in seiner Rede den Beitrag der Roten Armee - von "Russen, Ukrainern, Weißrussen, allen, die in ihr gekämpft haben" - zur Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. "Mindestens 13 Millionen dieser Soldaten und noch einmal so viele Zivilisten verloren ihr Leben. Die Rote Armee hat Auschwitz befreit. All das vergessen wir auch nicht."

Mit seinen "Geschichtslügen" beschönige Putin jedoch "imperialen Wahn, schweres Unrecht und schwerste Verbrechen", sagte Steinmeier weiter. "Die Befreier von Auschwitz sind zu neuen Aggressoren geworden." Zu der Gedenkstunde im Parlament waren die Botschafter von Russland und Belarus nicht geladen.

In Europa wird der 8. Mai als Tag der Befreiung gefeiert. Damit wird an die Kapitulation Nazi-Deutschlands gegenüber den Streitkräften der westlichen Alliierten und der Sowjetunion im Jahr 1945 erinnert. Diese beendete den Zweiten Weltkrieg auf dem Kontinent. Das Gedenken in Berlin hatte am Vormittag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und einer Kranzniederlegung in der Neuen Wache begonnen.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Historischer Flug zum Mond: Mission Artemis 2 erfolgreich gestartet

"Wir fliegen zum Mond!": Nach mehr als 50 Jahren haben sich mit der historischen Mission Artemis 2 wieder Astronauten auf den Weg zum Mond gemacht. Die Trägerrakete SLS mit vier Astronauten an Bord der Raumkapsel Orion hob am frühen Mittwochabend gegen 18.35 Uhr (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida ab. Sie erreichte Minuten später wie geplant eine Erdumlaufbahn.

Historischer Flug zum Mond: Rakete von Mission Artemis 2 gestartet

Die Weltraummission Artemis 2 zur Umrundung des Mondes ist gestartet. Die Trägerrakete SLS mit der Orion-Raumkapsel und vier Astronauten hob am frühen Mittwochabend gegen 18.35 Uhr (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida ab, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Mit der zehntägigen Mission will die US-Raumfahrtbehörde Nasa erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Erdtrabanten bringen.

Rückkehr zum Mond nach gut 50 Jahren: Bemannte Artemis-2-Mission der Nasa startbereit

Rückkehr zum Mond nach mehr als einem halben Jahrhundert - diesem historischen Ereignis fiebern am Mittwoch nicht nur die vier Besatzungsmitglieder der US-Mission Artemis 2, sondern auch Raumfahrt-Fans in aller Welt entgegen. Um 00.24 Uhr MESZ soll die riesige Trägerrakete SLS die Orion-Raumkapsel mit der Artemis-2-Crew ins All bringen - nicht zuletzt dank deutscher Raumfahrttechnik. Erstmals nehmen dann ein Schwarzer und eine Frau an einer Mondmission teil.

Raumfahrt-Fans fiebern Start der bemannten Mondmission Artemis 2 entgegen

Vor der geplanten bemannten Mondmission Artemis 2 fiebern viele Raumfahrt-Fans nahe dem Weltraumzentrum in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida dem Ereignis entgegen. Bei angenehmen Temperaturen um die 25 Grad wollen viele ihren Osterurlaub in der Küstengegend mit einem unvergesslichen Raumfahrterlebnis verbinden. "Wir können es kaum erwarten", sagte die 76-jährige Melinda Schuerfranz, die sich noch an die US-Apollo-Mondmissionen zwischen 1968 und 1972 erinnern kann.

Textgröße ändern: