The National Times - Raumschiff mit zwei Kosmonauten und einer US-Astronautin erreicht die ISS

Raumschiff mit zwei Kosmonauten und einer US-Astronautin erreicht die ISS


Raumschiff mit zwei Kosmonauten und einer US-Astronautin erreicht die ISS
Raumschiff mit zwei Kosmonauten und einer US-Astronautin erreicht die ISS / Foto: © POOL/AFP

Inmitten der Spannungen wegen der Ukraine hat ein Raumschiff mit zwei russischen Kosmonauten und einer US-Astronautin an Bord die Internationale Raumstation ISS erreicht. Die Sojus-Kapsel dockte am Freitag nach dreistündigem Flug an der ISS an, wie die russische Raumfahrtbehörde mitteilte.

Textgröße ändern:

Die beiden Russen Oleg Kononenko und Nikolai Tschub sowie ihre US-Kollegin Loral O'Hara waren vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben. Für O'Hara und Tschub war es der erste Flug ins All. Der 39 Jahre alte Tschub und sein 20 Jahre älterer Kollege Kononenko sollen ein Jahr auf der ISS verbringen, O'Hara soll ein halbes Jahr dort bleiben.

"Es ist ein ganz besonderer Moment und ein sehr gutes Gefühl, Teil von etwas zu sein, das größer ist als wir und das so viele Menschen zusammengebracht hat", hatte die 40-Jährige am Donnerstag auf einer Pressekonferenz gesagt. "Die Stimmung ist gut, die Besatzung ist bereit, alle ihr übertragenen Aufgaben zu erfüllen", sagte Tschub. Eine Reise ins All sei sein "Kindheitstraum" gewesen und er habe "sein ganzes Leben" diesem Ziel gewidmet.

Die drei Raumfahrer werden die Russen Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin sowie den US-Astronauten Frank Rubio ablösen, die vor einem Jahr zur ISS geflogen waren. Ihre Mission war verlängert worden, weil ihr Raumschiff im Dezember ein Leck im Kühlsystem erlitten hatte. Dieses war nach Angaben Moskaus durch einen kleinen Meteoriten entstanden.

Der Start am Freitag erfolgte weniger als einen Monat nach dem Absturz der russischen Mondsonde Luna-25. Diese hätte als erste Mondsonde der Geschichte auf dem Südpol des Erdtrabanten landen sollen. Es war die erste russische Mondmission seit fast 50 Jahren.

Seit dem Beginn des russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 ist der Weltraum einer der wenigen Bereiche, in denen Russland und die USA noch zusammenarbeiten. Die ISS ist seit 1998 in Betrieb. Kreml-Chef Wladimir Putin will in der Raumfahrt die Zusammenarbeit mit China ausbauen.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen

KI statt Krake: Bei den Vorhersagen für die derzeitige Fußball-Weltmeisterschaft setzen viele Fans statt auf Tier-Orakel auf die Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Prognosen der sogenannten Chatbots unterschiedlich. So sagen ChatGTP des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic Spanien als Weltmeister voraus, Le Chat der französischen Firma Mistral hingegen tippt auf Frankreich, und die chinesischen Programme Deepseek und Qwen sehen Argentinien als Favoriten.

Internationale Referenzstudie: Entwicklung des Erdklimas immer besorgniserregender

Die Folgen der Erderwärmung werden laut einer Studie immer besorgniserregender. Mehr als 70 Wissenschaftler aus 17 Ländern, darunter Experten des Weltklimarats IPCC, erklärten am Donnerstag, die Erde sei "ein Patient, der immer stärker beunruhigende Symptome zeige". Zusätzlich werde das Klima heute "durch geopolitische Entscheidungen geschwächt oder bedroht", erklärte die französische Klima-Expertin und frühere Leiterin einer IPCC-Arbeitsgruppe, Valérie Masson-Delmotte.

Millionen Kadaver: Chinesische Forscher entdecken größten Wal-Friedhof der Welt

Forscher aus China haben am Grund des Indischen Ozeans den größten Wal-Friedhof der Welt entdeckt. Er sei "erstaunt" gewesen über die vielen Kadaver, die zum Teil Millionen Jahre alt sind, erklärte der Forscher Xiaotong Peng am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er war 2023 mehrfach mit einem kleinen Tauchboot zur Fundstätte vor der Westküste Australiens hinabgetaucht.

Textgröße ändern: