The National Times - Nasa bereitet sich auf möglichen Ausstieg Russlands aus ISS vor

Nasa bereitet sich auf möglichen Ausstieg Russlands aus ISS vor


Nasa bereitet sich auf möglichen Ausstieg Russlands aus ISS vor
Nasa bereitet sich auf möglichen Ausstieg Russlands aus ISS vor

Die US-Weltraumagentur Nasa bereitet angesichts des Ukraine-Kriegs Notfallpläne für den Fall vor, dass Russland die Zusammenarbeit bei der Internationalen Raumstation (ISS) einstellt. Die Nasa-Direktorin für bemannte Raumfahrt, Kathy Lueders, sagte am Montag, bislang gebe es "auf Arbeitsebene" keinerlei Hinweise, dass Russland sich aus dem Projekt zurückziehen könnte. "Aber wir schauen immer, wie wir mehr operative Flexibilität bekommen, und unsere Frachtanbieter prüfen, wie wir verschiedene Fähigkeiten hinzufügen."

Textgröße ändern:

Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, hatte kürzlich angedroht, Russland könnte sich angesichts westlicher Sanktionen aus dem ISS-Projekt zurückziehen und die Raumstation auf der Erde zerschellen lassen. "Wenn die Kooperation mit uns blockiert wird, wer wird die ISS davor retten, unkontrolliert von ihrer Erdumlaufbahn abzukommen und auf Territorium der USA oder der EU zu fallen?" schrieb Rogosin im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Russland ist bislang dafür verantwortlich, die rund 420 Tonnen schwere Weltraumstation in einer Erdumlaufbahn in rund 400 Kilometern Höhe zu halten. Dies geschieht über eine angedockte russische Raumfähre, die der ISS regelmäßig einen neuen Anschub gibt.

Vor einer Woche dockte ein Raumtransporter des US-Konzerns Northrop Grumman an der ISS an, der ebenfalls in der Lage ist, der Weltraumstation einen solchen Schub zu geben. Am Freitag postete zudem der Gründer des Weltraumunternehmens SpaceX, Elon Musk, auf die rhetorische Frage des Roskosmos-Chefs, wer die ISS vor einem Absturz retten würde, ein Logo seines Unternehmens.

"Northrop Grumman hat eine Schub-Fähigkeit angeboten, und unsere Leute von SpaceX prüfen, ob wir zusätzliche Fähigkeiten haben können", sagte Nasa-Vertreterin Lueders nun. "Es wäre aber sehr schwierig für uns, (die ISS) alleine zu betreiben. Die ISS ist eine internationale Partnerschaft."

An der ISS sind neben den USA und Russland auch die Europäische Union, Kanada und Japan beteiligt. Die Weltraumstation ist seit bald 22 Jahren durchgehend besetzt und gilt auch als Symbol der Entspannung zwischen den USA und Russland nach der Zeit des Kalten Krieges. Beobachter fürchten aber, dass der Angriff Russlands auf die Ukraine zu einem Ende der US-russischen Kooperation im All führen könnte.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Wissenschaftler: Intensität der derzeitigen Hitzewelle hängt "eindeutig" mit Klimawandel zusammen

Die Intensität der derzeitigen Hitzewelle in Europa hängt nach Einschätzung einer Wissenschaftlergruppe mit dem Klimawandel zusammen. "Der Klimawandel ist eindeutig dafür verantwortlich", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Die natürliche Wärmephase durch das Wetterphänomen El Niño spiele hingegen "keine Rolle bei der Steigerung der Hitze". Die derzeitigen extrem hohen Temperaturen am Tag und in der Nacht wären den Forschern zufolge zu diesem Zeitpunkt im Jahr vor 50 Jahren "praktisch unmöglich" gewesen.

Wenn Daten das Bauchgefühl schlagen

Was Unternehmen vom größten Sportdatenprojekt der Fußballgeschichte lernen können

Tusk ruft Polen und Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" angesichts der Geschichte auf

Angesichts des jüngsten Streits um die Weltkriegsvergangenheit hat der polnische Ministerpräsident Donald Tusk seine Landsleute und die Ukrainer zu "gegenseitigem Respekt" aufgerufen. "Wir können die Zukunft nur auf der Wahrheit, dem gegenseitigen Repekt und dem Verständnis der Geschichte aufbauen", sagte Tusk am Donnerstag bei der Eröffnung der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz in Danzig.

Zahl der vergebenen Deutschlandstipendien leicht gestiegen

Die Zahl der mit einem Deutschlandstipendium geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten ist leicht um 1,5 Prozent gestiegen. 2025 erhielten 33.500 Studierende ein solches Stipendium, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Ihr Anteil an allen Studierenden lag im Wintersemester 2025/2026 voraussichtlich bei 1,2 Prozent. Mit dem Deutschlandstipendium werden seit 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen im Studium und Beruf erwarten lassen.

Textgröße ändern: