The National Times - Katar lehnt Entschädigungsfonds für Arbeiter ab

Katar lehnt Entschädigungsfonds für Arbeiter ab


Katar lehnt Entschädigungsfonds für Arbeiter ab
Katar lehnt Entschädigungsfonds für Arbeiter ab / Foto: © SID

Die Regierung des WM-Gastgebers Katar lehnt die Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Wanderarbeiter, die während der Vorbereitungen für die Fußball-WM ums Leben kamen oder verletzt wurden, entschieden ab. Arbeitsminister Ali bin Samikh Al Marri nannte dies in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP einen "Werbegag".

Textgröße ändern:

Die Menschenrechtsorganisationen Amnesty International und Human Rights Watch hatten die Forderung erhoben, Katar und der Fußball-Weltverband (FIFA) sollten einen Entschädigungsfonds einrichten, dessen finanzielle Ausstattung mit 440 Millionen dem Preisgeld der WM entspricht. Im Vorfeld der WM sollen 6500 Wanderarbeiter ums Leben gekommen sein.

Die FIFA hatte bislang behauptet, es gäbe einen "laufenden Dialog" über die Einrichtung eines Fonds. Marri sagte nun, der Plan sei nicht durchführbar. "Jeder Tod ist eine Tragödie", räumte er ein, betonte aber: "Es gibt keine Kriterien, um diese Fonds einzurichten. Wo sind die Opfer? Haben Sie die Namen der Opfer? Wie kommen Sie an diese Zahlen?"

Gleichwohl versicherte Marri, "die Türe ist offen, wir haben uns schon mit vielen Fällen beschäftigt und sie gelöst".

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Nächster Rekord für Kane: England feiert Kantersieg

Angeführt von Kapitän Harry Kane hat die englische Fußball-Nationalmannschaft eindrucksvoll den zweiten Sieg in Folge in der Nations League gefeiert. Das Team von Thomas Tuchel setzte sich in Rijeka 7:0 (4:0) gegen Kroatien durch und rückte mit einer dominanten Vorstellung zumindest kurzfristig den Finanzskandal um Manchester City in der Heimat in den Hintergrund.

Bühl führt Bayern zum Topspiel-Sieg - Sorgen um Gwinn

Klara Bühl hat die Fußballerinnen des FC Bayern zum Sieg im Bundesliga-Topspiel bei Eintracht Frankfurt geführt. Die Nationalspielerin erzielte beim 1:0 (1:0) am Samstag gegen den Tabellenzweiten den entscheidenden Treffer (18.). Die Münchnerinnen bauten ihre Tabellenführung sowie ihre makellose Bilanz mit dem sechsten Sieg aus, sorgen sich aber um die deutsche Kapitänin Giulia Gwinn.

"Friedensgipfel" nach Flucht? Ronaldo-Debatte brodelt weiter

Die Fragen zur Zukunft von Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo nach dessen Flucht aus dem Nationalteam sollen erst nach Portugals Nations-League-Spiel gegen Norwegen beantwortet werden. Das erklärte Nationaltrainer Jorge Jesus vor der Partie am Sonntag (20.45 Uhr/DAZN) in Porto. Mitspieler Bruno Fernandes stärkte Ronaldo dafür den Rücken.

Rotation vorbei: Klopp setzt auf Urbig

Bundestrainer Jürgen Klopp wird seine Torwart-Rotation am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Thessaloniki gegen Griechenland vorerst beenden. "Jonas Urbig bekommt das Spiel, aber das hat mit dem Nummer-eins-Status nichts zu tun", betonte Klopp - damit wird der junge Bayern-Torhüter wie bereits beim 2:0 gegen Serbien am Donnerstag eingesetzt. Marc-André ter Stegen hatte beim 1:1 gegen die Niederlande im Tor gestanden, Alexander Nübel beim 0:1 im Hinspiel gegen Griechenland.

Textgröße ändern: