The National Times - Leverkusen und Frankfurt zittern ums Achtelfinale

Leverkusen und Frankfurt zittern ums Achtelfinale


Leverkusen und Frankfurt zittern ums Achtelfinale
Leverkusen und Frankfurt zittern ums Achtelfinale / Foto: © SID

Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt müssen in der Fußball-Champions-League nach herben Rückschlägen stärker denn je um den Einzug ins Achtelfinale zittern. Leverkusen kassierte beim Trainerdebüt seines neuen Chefcoaches Xabi Alonso in der Königsklasse gegen den FC Porto mit 0:3 (0:1) eine schmerzhafte Heimniederlage. Europa-League-Sieger Frankfurt geriet in London durch ein 2:3 (1:3) bei Tottenham Hotspur in eine schlechte Ausgangsposition. Beide Bundesliga-Teams fielen vor den beiden letzten Vorrundenspielen in ihren Gruppen ans Tabellenende zurück.

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In Leverkusen sorgte Porto für eine kalte Dusche für Bayers Hoffnungsträger Alonso. Die Rheinländer brockten sich durch defensive Undiszipliniertheiten eine bittere Pleite ein. Galeno (7.) und Mehdi Taremi mit zwei Foulelfmetern (53./64.) trafen für den portugiesischen Meister, der eine Woche nach dem Hinspielerfolg den zweiten Sieg gegen Bayer feierte. Kerem Demirbay vergab einen Foulelfmeter (16.) für die Leverkusener, die auch in der Folge beste Chancen liegen ließen. Mit drei Punkten ist Bayer in den abschließenden Gruppenspielen zu Erfolgen verdammt. Es warten Atletico Madrid und der bereits qualifizierte FC Brügge.

Anders als die Bundesliga erlebte Alonso die Champions League von ihrer unangenehmen Seite. Portos Stürmer Galeno pflückte auf der linken Seite einen langen Ball sehenswert herunter, spazierte an Odilon Kossounou vorbei und überwand Lukas Hradecky im Bayer-Tor mit einem Flachschuss. Bayer zeigte sich keineswegs geschockt und erhielt nach einem Foul an Mitchel Bakker einen Elfmeter - Demirbay aber scheiterte. Leverkusen, von Alonso unermüdlich angetrieben, blieb aber die bessere Mannschaft. Einmal jubelten die Fans, doch dem Treffer von Amine Adli wurde nach Videobeweis die Anerkennung verwehrt, weil Patrik Schick den Schuss noch mit dem Oberarm abgefälscht hatte (35.).

Bayer hatte auch nach der Pause Chancen. Doch dann schlugen Gäste erneut zu. Taremi verwandelte einen von Adli verursachten Foulelfmeter. Kurz drauf traf er erneut vom Punkt - diesmal hatte Kossounou gefoult.

Frankfurt ließ durch fatale Fehler womöglich entscheidende Federn. Für den Achtelfinal-Traum benötigen die Hessen nun voraussichtlich das Maximum von sechs Punkten aus den Duellen mit Olympique Marseille und Sporting Lissabon.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Heung-Min Son (20., 36.) war der Matchwinner, zudem traf Superstar Harry Kane (28., Foulelfmeter nach Videobeweis). Daichi Kamada (14.) hatte für die verdiente Führung gesorgt, doch mit dem Ausgleich verlor das Team von Trainer Oliver Glasner komplett den Faden - und zahlte Lehrgeld. Tuta (60.) flog mit Gelb-Rot vom Platz. Faride Alidou (87.) ließ die Gäste noch einmal hoffen, zumal Kane (90.+2) kurz vor Schluss einen Elfmeter verschoss.

Etwas überraschend setzte Frankfurts Trainer Oliver Glasner Ex-Weltmeister Mario Götze auf die Bank. Ohne den Rio-Helden versuchte sich die Eintracht vor allem im schnellen Umschaltspiel. Kamada musste nach starkem Ballgewinn von Jesper Lindström und perfektem Querpass von Sebastian Rode nur einschieben.

Die Gäste wurden aber gleich für ihren ersten Fehler bestraft. Kane steckte perfekt durch, Son ließ Kevin Trapp mit einem Flachschuss ins lange Eck keine Chance. Plötzlich gewannen die Spurs die Oberhand. Kristijan Jakic stellte gegen Kane unclever die Hüfte rein, und der Stürmerstar Kane traf stramm ins rechte Eck. Die Gäste wirkten nun mit der individuellen Klasse der Briten überfordert, Son donnerte eine Maßflanke des Ex-Münchners Pierre-Emile Höjbjerg volley ins Netz. Trapp verhinderte mit tollen Reflexen weitere Gegentreffer. Auch nach dem Wechsel agierte die Glasner-Elf weiter indisponiert, Trapp rettete beim Sturmlauf der Spurs ein ums andere Mal weltklasse. Alidous Tor kam zu spät.

C.Blake--TNT

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