The National Times - "Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch

"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch


"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch
"Letzte Warnung": DFB greift nach FCK-Randalen im Derby durch / Foto: © foto2press/SID

Eine hohe Geldstrafe und ein Fanausschluss auf Bewährung: Die Ausschreitungen seiner Anhänger im Pokalderby bei Waldhof Mannheim kommen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern teuer zu stehen. Das DFB-Sportgericht belegte den FCK mit einer Strafe in Höhe von 300.000 Euro. Dazu müssen die Pfälzer ein Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen, die Vollstreckung wird bis zum 31. März 2028 allerdings zur Bewährung ausgesetzt.

Textgröße ändern:

"Dieser Fall ist ein beinahe beispielloser Exzess, bei dem sich eine Standardbehandlung durch die Sportgerichte verbietet", sagte Thomas Bergmann, DFB-Vizepräsident für Rechtsangelegenheiten: "Die riesige Zahl gezündeter pyrotechnischer Gegenstände und vor allem der Abschuss von Raketen in Richtung anderer Zuschauer sind inakzeptabel. Hier sind Grenzen deutlich überschritten, Verständnis und Nachsicht nicht länger angebracht." Der Fanausschluss auf Bewährung sei "eine unmissverständliche, eine letzte Warnung".

Das von massiven Ausschreitungen überschattete Südwest-Derby hatte Kaiserslautern 1:0 nach Verlängerung beim benachbarten Drittligisten gewonnen. 35 Polizisten wurden leicht verletzt. Auch 85 Fans mussten medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Es gab mehrere Festnahmen. 1400 Polizisten waren im Einsatz, die Partie war zwischenzeitlich über eine halbe Stunde unterbrochen.

Es sei "anzuerkennen, dass sich der 1. FC Kaiserslautern klar von den Vorfällen distanziert und konkrete Schritte zur Aufklärung und Täterermittlung eingeleitet hat", sagte Bergmann: "Diesen Weg muss der Klub nun entschlossen weitergehen und gemeinsam mit seinen Fans alles dafür tun, vergleichbare Exzesse – und genauso andere Vorfälle – künftig zu verhindern."

Waldhof Mannheim war nach den massiven Ausschreitungen bereits zuvor zu einem Zuschauer-Teilausschluss sowie einer Geldstrafe verurteilt worden.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Ukraine nennt WM-Vergabe an Russland "skandalös"

Die Ukraine will gegen die Vergabe der Gewichtheber-Weltmeisterschaften 2030 an Moskau vorgehen. Sportminister Matwij Bidnyj kündigte am Montag an, offizielle Beschwerden beim Weltverband IWF sowie beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorzubereiten. Die Entscheidung pro Russland sei "zynisch" und "skandalös".

DTB-Team startet Davis-Cup-Mission mit Zverev und Struff

Alexander Zverev führt das deutsche Tennisteam bei der Titelmission im Davis Cup in Bologna an. Im Kader für das Finalturnier ab 24. November steht auch wieder der formstarke Routinier Jan-Lennard Struff, der zuletzt nicht berücksichtigt worden war. Deutschland trifft zunächst im Viertelfinale des Nationenwettbewerbs auf Großbritannien.

DDR-Größe Weber im Alter von 61 Jahren verstorben

Heiko Weber, der letzte Torschütze in der Geschichte der DDR-Oberliga, ist tot. Wie sein früherer Klub Carl Zeiss Jena mitteilte, starb Weber am Montagmorgen im Alter von 61 Jahren. Im Februar hatte er eine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Tresoldi mit nächstem Dreierpack: "Immer etwas Besonderes"

Nächster Dreierpack, Führung in der Torjägerliste: Angreifer Nicolò Tresoldi (22) sorgt beim FC Brügge weiter für Furore. "Nach seinen Heldentaten in San Siro ist Tresoldi europaweit ein Begriff geworden, nun hat er erneut alle Blicke auf sich gezogen", schrieb die Zeitung Het Laatste Nieuws nach dem 3:2 (2:0) gegen St. Truiden am Sonntag.

Textgröße ändern: