BVB springt an die Spitze: Sieg gegen den Lieblingsgegner
Nach der Odyssee quer durch Europa hat Borussia Dortmund mit einem weiteren Sieg gegen seinen Lieblingsgegner die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga erobert - und sich eine perfekte Ausgangslage für den anstehenden Klassiker erspielt. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac bezwang Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) und verdrängte Bayern München zumindest über Nacht vom ersten Platz. Der Titelverteidiger kann aber am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim SC Freiburg wieder vorbeiziehen.
Der eingewechselte Maximilian Beier (80.) schoss den BVB zum 15. Sieg aus den vergangenen 16 Heimspielen gegen die SGE. Die Frankfurter hielten zwar gut mit, belohnten sich im ersten Spiel nach der Trennung von ihrem langjährigen Sportvorstand Markus Krösche für einen mutigen Auftritt aber nicht.
Die Reisestrapazen waren den Dortmundern, die am kommenden Wochenende in München gefordert sind, zunächst nicht anzumerken. 11.000 Flugkilometer hatten sie über die vergangenen drei Auswärtsspiele angehäuft. Doch davon offenbar unbeeindruckt begann der BVB stürmisch, später schlichen sich jedoch einige Ungenauigkeiten und Konzentrationsmängel ein.
In den ersten 20 Minuten hatte Serhou Guirassy (15., 17.) gleich zwei herausragende Chancen auf die frühe Führung. Zunächst scheiterte aus 20 Metern am stark reagierenden Noah Atubolu, dann versuchte er, den Ball allzu lässig über den Frankfurter Torhüter zu lupfen - und scheiterte. Pech hatte der BVB bei zwei strittigen Situationen im Frankfurter Strafraum. Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) gab nach vermeintlichen Fouls an Daniel Svensson (18.) und Ramy Bensebaini (19.) jeweils keinen Elfmeter.
Die Doppelchance war wie ein Weckruf für die SGE, die fortan mehr Zugriff fand und durch Jonathan Burkardt eine erste Gelegenheit hatte (27.). Auf der Gegenseite landete ein abgefälschter Schuss von Svensson an der Latte (31.), hier wäre der ansonsten starke Atubolu chancenlos gewesen. Wenig später vergab Younes Ebnoutalib (34.) die Chance aufs 1:0 im Duell mit Gregor Kobel.
Unter den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp suchten beide Teams auch unmittelbar nach der Pause den Weg nach vorne. Ein Kopfball von Guirassy (53.) flog an die Latte. Doch gegen die mutigen Gästen gelang es dem BVB nicht, dauerhaft Druck aufzubauen. Frankfurt fand dank cleverer Verlagerungen immer wieder Lösungen und Räume für Entlastung.
Das Spiel verflachte immer mehr. Kovac brachte in der 68. Minute Beier, Carney Chukwuemeka und Ethan Nwaneri, um nochmal für Schwung zu sorgen. Nur Sekunden später führte sich Nwaneri mit einem Schuss aus der Drehung ein. Erneut war Atubolu zur Stelle. Doch gegen Beiers Schlenzer war der starke Frankfurter Torhüter chancenlos.
N.Roberts--TNT