The National Times - München drückt aufs Tempo: "Haben keine Zeit zu vertrödeln"

München drückt aufs Tempo: "Haben keine Zeit zu vertrödeln"


München drückt aufs Tempo: "Haben keine Zeit zu vertrödeln"
München drückt aufs Tempo: "Haben keine Zeit zu vertrödeln" / Foto: © picture-alliance/dpa/SID

Die bayerische Staatsregierung und die Landeshauptstadt München drücken bei der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele aufs Tempo. "Wir haben keine Zeit zu vertrödeln", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). "Wir wollen uns jetzt fit machen für Olympia", betonte das Stadtoberhaupt. Die deutsche Bewerbung gilt bereits für 2036 sowie danach für 2040 und 2044.

Textgröße ändern:

Krause kündigte die Einrichtung einer Stabsstelle für die Koordinierung der weiteren Aufgaben an. Bis zur Vergabe der Spiele 2036, die für 2029 erwartet wird, rechne die Stadt mit weiteren Bewerbungskosten von "18 bis 20 Millionen" Euro, sagte er. Für die nationale Bewerbung gab alleine die Stadt München rund sieben Millionen aus. Die Kosten sollen unter den vier Stakeholdern aufgeteilt werden: Bund, Land, Stadt und Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB). Eine gemeinsame GmbH soll im März nach der Reduzierung des Bewerberfeldes durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegründet werden.

Im November muss München dem IOC zunächst das Konzept der deutschen Bewerbung präsentieren, im Januar folgt in Abstimmung mit der Future Host Commission des IOC eine "Konzeptschärfung", erläuterte Krause. Im März entscheidet das IOC, mit wem es in den sogenannten "strategischen Dialog" eintritt. Erwartet wird, dass dabei die Zahl der Bewerber reduziert wird. Interesse haben neben München auch Budapest, Doha/Katar, Istanbul, Indien, Südafrika und Südkorea bekundet.

Vor allem Söder macht Druck. Er kündigte ein bayerisches Olympiagesetz an, um vor allem infrastrukturelle Maßnahmen beschleunigen zu können. Gleiches erwartet er vom Bund. "Deutschland darf sich nicht blamieren bei Olympia", sagte er. Eine Bewerbung für 2036, räumte der Ministerpräsident angesichts des engen zeitlichen Rahmens ein, "könnte einfacher sein", er betonte aber: "Wir nehmen, was wir kriegen und machen das Beste draus."

Söder sieht derzeit Budapest als starken Mitbewerber an. Zugleich pries er erneut das kompakte Münchner "One-Village"-Konzept. Was die Einschätzung der weltweiten Stimmung angehe, sei der ehemalige IOC-Präsident und jetzige Ehrenpräsident Thomas Bach ein "wichtiger Ratgeber", berichtete er. "Sehr hilfreich" bei der Bewerbung sei zudem der neue Staatsminister für Sport und Ehrenamt, Ronald Rauhe.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Göttlich mahnt zur Weitsicht bei 50+1

Liga-Vizepräsident Oke Göttlich warnt nach dem Urteil des Bundeskartellamtes in der Debatte um die "50+1-Regel" zur Weitsicht. "Wenn wir dann einfach zu bold da reingehen und zu aggressiv, dann werden wir natürlich das Klagerisiko erhöhen. Und da müssen wir als Funktionäre, denen es momentan da obliegt zu verhandeln und zu sprechen, natürlich auch Acht geben", sagte der Präsident des FC St. Pauli im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

Schwerer Schlag für den Club: Zoma muss operiert werden

Schwerer Schlag für den 1. FC Nürnberg: Senkrechtstarter Mohamed Ali Zoma muss wie befürchtet an der linken Schulter operiert werden und fällt mindestens bis zur Winterpause aus. Der italienische Neu-Nationalspieler war in den vergangenen Wochen mit seinen Toren und starken Leistungen Garant für den Aufschwung beim Club, der in der 2. Liga als Zweiter auf Aufstiegskurs ist.

Bänderverletzung: Karetsas fehlt BVB vorerst

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund muss wie befürchtet vorerst auf seinen Offensivspieler Konstantinos Karetsas verzichten. Der Grieche habe eine Bänderverletzung erlitten, sagte Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken am Montag vor dem Abflug des BVB zum Champions-League-Spiel nach Aserbaidschan. Beim Duell bei Sabah FK am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) sowie in der Bundesliga am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Eintracht Frankfurt wird Karetsas fehlen.

Medien: Milan mit Interesse an Krösche

Markus Krösche gilt nach seinem Abschied von Eintracht Frankfurt als Kandidat für den Posten des Sportdirektors beim italienischen Spitzenklub AC Mailand. Dies berichtet unter anderem die Gazzetta dello Sport. Klubbesitzer Gerry Cardinale hatte bereits im Frühjahr nach einem starken Verantwortlichen für den sportlichen Bereich gesucht, unter anderem wurde Ralf Rangnick damals als Kandidat gehandelt. Letztlich blieb es aber bei der bestehenden Führungsstruktur mit den Verantwortlichen um Hendrik Almstadt und Bobby Gardiner.

Textgröße ändern: