The National Times - Auch Rodel-Teamstaffel holt Gold - Geisenberger löst Pechstein ab

Auch Rodel-Teamstaffel holt Gold - Geisenberger löst Pechstein ab


Auch Rodel-Teamstaffel holt Gold - Geisenberger löst Pechstein ab
Auch Rodel-Teamstaffel holt Gold - Geisenberger löst Pechstein ab

Die deutschen Rodler haben durch den Triumph in der Teamstaffel die Winterspiele mit einer perfekten Bilanz abgeschlossen und Natalie Geisenberger ein sportliches Denkmal gebaut. Die 34-Jährige ist ab sofort Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin. Gemeinsam mit Johannes Ludwig und den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt raste sie vor Österreich und Lettland zum vierten Olympiasieg der Schlittensportler in China.

Textgröße ändern:

Geisenberger und auch Wendl/Arlt ließen mit dem jeweils sechsten Olympia-Gold Eisschnellläuferin Claudia Pechstein als bislang beste Deutsche bei Winterspielen hinter sich. An der Spitze des Rankings thront nun allein Geisenberger, für die auch noch Bronze in Vancouver zu Buche steht.

Auch wenn ihr, so versicherte sie mehrfach, derartige Rekorde nichts bedeuten, dokumentiert der historische Erfolg in Yanqing eindrucksvoll ihre Klasse. Rund anderthalb Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Leo im Mai 2020 bewies Geisenberger auf der größtmöglichen Bühne, was auch dank großer familiärer Unterstützung möglich ist.

Den Staffel-Triumph sicherten erst Wendl/Arlt als letzter Schlitten, sie machten einen Rückstand wett, am Ende lag Deutschland 80 Tausendstel vor den starken Österreichern - der Erfolg aber war nur folgerichtig. Zu souverän, zu eindeutig hatten die Deutschen zuvor das Geschehen in China dominiert - am Ende standen vier Siege in vier Rennen.

"Olympia scheint ein bisschen meine Welt zu sein. Meine Karriere hätte auch schlechter laufen können", hatte Geisenberger bereits nach ihrem Triumph im Einzel gesagt. Seit acht Jahren ist sie auf Olympias Bühnen nun ungeschlagen. Ihre olympische Reise könnte sogar noch weitergehen. Zwar seien die Spiele in Mailand/Cortina d'Ampezzo "noch weit weg", einen Start mit dann 38 Jahren schloss Geisenberger aber nicht aus: "Ich schaue von Jahr zu Jahr."

Für die deutschen Rennrodler wäre ein Abschied der Ausnahmeathletin zweifelsohne ein Verlust. Geisenberger steht sinnbildlich für die deutsche Dominanz bei Olympia. Wie schon 2014 in Sotschi gingen alle Goldmedaillen nach Deutschland.

Die zwei Silbermedaillen von Anna Berreiter und dem Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken runden die ausgezeichnete Bilanz ab. Im olympischen Teamwettbewerb, in dem erst zum dritten Mal Medaillen vergeben wurden, bleibt Deutschland ungeschlagen.

Die deutschen Schlitten glitten auch am Donnerstag sicher durch den Eiskanal. Auch die kniffligen Wechsel - durch das Anschlagen eines Touchpads im Ziel öffnet sich oben eine Startschranke - meisterten die Athleten von Norbert Loch problemlos.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Klopps Heimpremiere mit Debütant Conté

Jürgen Klopp wechselt für sein Heimdebüt einmal kräftig durch. Der Bundestrainer verändert seine Startelf für die zweite Nations-League-Partie in Augsburg gegen Griechenland (20.45 Uhr/ARD) auf gleich fünf Positionen und verhilft Bambasé Conté zu seinem Länderspieldebüt.

Laver Cup: Zverev sichert Sieg für Team Europa

Als hätte er es vorausgeahnt, grinste Alexander Zverev neben Steffi Graf fröhlich in die Kamera - und das Foto mit der deutschen Tennislegende am Samstag scheint dem US-Open-Champion Glück gebracht zu haben: Mit einem 7:6 (7:3), 6:3 gegen den US-Amerikaner Learner Tien sicherte er Team Europa am Sonntagnachmittag den Titel beim Laver Cup in London.

EM-Vorbereitung: DHB-Frauen unterliegen Spanien im zweiten Test

Die deutschen Handballerinnen haben den Sieg im zweiten Härtetest in Spanien verpasst. Die Vize-Weltmeisterinnen unterlagen den Ibererinnen im zweiten EM-Vorbereitungsspiel innerhalb von drei Tagen in Granollers mit 30:35 (12:15). Noch am Freitag hatte das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch das erste Aufeinandertreffen mit 31:29 (15:13) für sich entschieden.

Drama in Berlin: Assefa verpasst Weltrekord

Nach Verletzungsproblemen auf den letzten Metern hat Tigst Assefa den Weltrekord beim Marathon in Berlin noch verpasst. Mit schmerzverzerrtem Gesicht quälte sich die Äthiopierin am Brandenburger Tor nach 2:11:04 Stunden zwar als Erste ins Ziel, verpasste die Bestmarke von Ruth Chepngetich (2:09:56) aus dem Jahr 2024 aber um mehr als eine Minute.

Textgröße ändern: