The National Times - Als "Messi-Fan": Tresoldi schläft in Ronaldos Zimmer

Als "Messi-Fan": Tresoldi schläft in Ronaldos Zimmer


Als "Messi-Fan": Tresoldi schläft in Ronaldos Zimmer
Als "Messi-Fan": Tresoldi schläft in Ronaldos Zimmer / Foto: © picture-alliance/NurPhoto/SID

Nicolò Tresoldi ist bei der deutschen U21 auf Rekordjagd. Und wo könnte sich ein Stürmer mehr Inspiration holen als bei einem der erfolgreichsten Torjäger der Geschichte? Im schicken Hotel Klosterpforte im ostwestfälischen Marienburg bei Harsewinkel bezog der 22-Jährige in den vergangenen Tagen ausgerechnet jenes Zimmer, in dem einst Cristiano Ronaldo übernachtete.

Textgröße ändern:

Er habe "ein bisschen Glück" bei der Zimmerzuteilung gehabt, sagte Tresoldi vor dem entscheidenden EM-Qualifikationsspiel am Dienstag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) in Bielefeld gegen Georgien im ran-Interview. "Das war Zufall. Ich habe einfach meine Zimmerkarte bekommen, bin hingegangen und auf einmal steht über der Tür: 'Ronaldos room'. Da hängen sehr viele Bilder von ihm. Ich bin ja Messi-Fan, aber es ist trotzdem schön."

Während der EM 2024 hatte Ronaldo mit der portugiesischen Nationalmannschaft sein Quartier in Ostwestfalen aufgeschlagen, zwei Jahre später wollen die deutschen U21-Fußballer mit einem Sieg das EM-Ticket klarmachen - und Tresoldi kann mit seinen 16 Treffern den U21-Rekord von Pierre Littbarski (18) angreifen. Erst nach der Endrunde im Sommer in Albanien und Serbien (16. Juni bis 3. Juli) will er sich für Deutschland oder sein Geburtsland Italien entscheiden, wie er am Montag noch einmal bekräftigte.

"Ich werde auf jeden Fall die U21-EM spielen, falls wir uns qualifizieren, aber ich gehe davon aus", sagte Tresoldi. Er habe zuletzt keinen Kontakt mit Bundestrainer Jürgen Klopp gehabt. Sein Herz sei "50:50", hatte er zu Beginn des Lehrgangs erklärt, daran habe sich "nicht viel geändert".

Auch deshalb lasse man ihn "jetzt so weit es geht in Ruhe", sagte Auswahlcoach Antonio Di Salvo. Die Kapitänsbinde, die Tresoldi in Abwesenheit von Tom Bischof übernommen hatte, sei "schon Zeichen genug, wo ich ihn dann auch irgendwann mal sehen möchte". Tresoldi sei "ein klassischer Mittelstürmer, so viele haben wir davon nicht. Er ist auf jeden Fall gut genug dafür, A-Nationalmannschaft zu spielen."

Das sehen auch seine Mitspieler so. Tresoldi sei "einfach ein sehr tiefenentspannter Typ, der liebt einfach den Fußball und wird immer bleiben, wie er ist", sagte U21-Verteidiger Joshua Quarshie: "Wir profitieren alle sehr von ihm."

M.Davis--TNT

Empfohlen

Zwei Tore, eine Vorlage: Stützle gewinnt deutsches NHL-Duell

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat das deutsche Duell in der NHL gegen Ex-Bundestrainer Marco Sturm und Vizeweltmeister John-Jason Peterka mit einer Glanzleistung für sich entschieden. Der Ex-Krefelder erzielte beim 4:1 der Ottawa Senators bei den Boston Bruins zwei Tore und bereitete ein weiteres vor. Mit seinem Doppelpack innerhalb von 103 Sekunden leitete der 24-Jährige früh den zweiten Sieg der Kanadier im zweiten Saisonspiel ein.

"Anders gestrickt": Tuchel beeindruckt von Kane

Englands Fußball-Nationaltrainer Thomas Tuchel ist vom Rekordhunger seines Star-Torjägers Harry Kane schwer beeindruckt. "Ich glaube, all diese Neuner auf der Welt, egal in welcher Liga oder im Jugendfußball, sind ein bisschen anders gestrickt", sagte Tuchel vor dem Nations-League-Spiel gegen Tschechien am Dienstag (20.45 Uhr/DAZN) im Londoner Wembley-Stadion.

Keine DFB-Stimme für Infantino: "Müssen ihn vom Platz stellen"

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird FIFA-Präsident Gianni Infantino bei der Wahl im kommenden Jahr nicht unterstützen - und plädiert für eine Alternative. Das gab DFB-Chef Bernd Neuendorf im Interview mit dem Tagesspiegel bekannt. Der Schweizer sei "nicht mehr tragbar" und habe dem "Fußball sehr geschadet". Im DFB sei man sich einig: Infantino habe "jegliches Vertrauen verspielt", man müsse ihn "vom Platz stellen".

Super-Olise erlöst Frankreich: Erster Heimsieg für Zidane

Bayern-Star Michael Olise hat dem französischen Nationaltrainer Zinédine Zidane den ersten Heimsieg in dessen Amtszeit beschert. Der Super-Joker besiegte Belgien am Montag beim 4:1 (0:1) mit zwei Toren und einer Vorlage im Stade de France beinahe im Alleingang. Frankreich behauptete damit die Tabellenführung in der Nations-League-Gruppe 1 und hat das Viertelfinale fest im Blick.

Textgröße ändern: