The National Times - Absage an Olympiabewerbung in Berlin: CDU-Kandidat Evers kritisiert Linke scharf

Absage an Olympiabewerbung in Berlin: CDU-Kandidat Evers kritisiert Linke scharf


Absage an Olympiabewerbung in Berlin: CDU-Kandidat Evers kritisiert Linke scharf
Absage an Olympiabewerbung in Berlin: CDU-Kandidat Evers kritisiert Linke scharf / Foto: © AFP

Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hat die Linkspartei nach dem Rückzug der Olympia-Bewerbung der Hauptstadt scharf kritisiert. Der Vorgang sei "nur ein Vorgeschmack darauf, was Berlin von dieser Linken noch zu erwarten hat", erklärte Evers am Mittwoch. Obwohl deren Spitzenkandidat Elif Eralp noch gar nicht regiere, sei der drohende Schaden für die Stadt bereits "immens". Durch die Absage an eine Olympia-Bewerbung gingen Berlin Milliardenzuschüsse für Sport und Infrastruktur verloren.

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Berlin wird Medienberichten vom Mittwoch zufolge seine Bewerbung als nationaler deutscher Olympiakandidat kurzfristig zurückziehen. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg und der "Tagesspiegel" schrieben, fiel die Entscheidung am Mittwoch nach einer Beratung auf Ebene des derzeit noch amtierenden Senats aus CDU und SPD. Für Donnerstagvormittag lud der Senat zu einer Pressekonferenz ein. Details wurden vorab nicht genannt.

Nach der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag ringen die Parteien in Berlin derzeit um die Regierungsbildung. Die Linke gewann die Wahl mit Eralp vor der CDU und will versuchen, eine Dreierkoalition mit Grünen und SPD zu schmieden. Möglich wäre auch ein von Evers angeführtes Dreierbündnis aus CDU, Grünen und SPD. Die Linke steht nach Wahl unter anderem auch wegen Antisemitismusvorwürfen in der Kritik, Koalitionsgespräche werden zudem durch deren Eineignungspläne für große Wohnungskonzerne erschwert.

Die Linke ist auch gegen einen Bewerbung der Hauptstadt für Olympische Spiele. Deren Wahlsieg gilt deshalb als Faktor, der die Chancen Berlins im nationalen Kandidatenrennen zuletzt schmälert. Neben Berlin sind München und die Region Köln-Rhein/Ruhr im Rennen um einen deutschen Bewerber für Olympische und Paralympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Am Samstag entscheidet eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) in Baden-Baden die Frage.

Als entscheidende Schwächung der Erfolgsaussichten Berlins gilt außerdem auch ein am Dienstag veröffentlichter Bericht der Evaluierungskommission des DOSB. Demnach schneiden die Bewerbungskonzepte von München und der Region Köln-Rhein/Ruhr im Detailvergleich deutlich besser ab. Der DOSB will nach eigenen Angaben den nationalen Bewerber auswählen, der auf internationaler Ebene die größten Chancen hat. Über die Vergabe der Spiele entscheidet allein das Internationale Olympische Komitee (IOC).

bro/pw

Am Samstag entscheidet eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) über den nationalen deutschen Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Im Rennen sind neben Berlin noch München und die Region Köln/Rhein/Ruhr, die sich gemeinsam als Ausrichter bewirbt. Hamburg zog seine Bewerbung nach einem gescheiterten Referendum schon im Mai zurück.

Q.Marshall--TNT

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