The National Times - FIFA: Neuendorf glaubt nicht an "Reformer" Infantino

FIFA: Neuendorf glaubt nicht an "Reformer" Infantino


FIFA: Neuendorf glaubt nicht an "Reformer" Infantino
FIFA: Neuendorf glaubt nicht an "Reformer" Infantino / Foto: © picture-alliance/Sven Simon/SID

Bernd Neuendorf spricht "Reformer" Gianni Infantino die Glaubwürdigkeit ab und sieht die jüngsten Einlassungen des FIFA-Chefs als reine Taktik zum Ziel des Machterhalts. "Ich halte das Schreiben von Gianni Infantino für ein durchschaubares Manöver, um seine Wiederwahl im kommenden Jahr zu sichern", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem SID mit Blick auf Infantinos Brief an die Mitglieder des Weltverbandes. Darin hatte sich der massiv unter Druck stehende Infantino versöhnend und reformwillig gezeigt.

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"Grundsätzlich scheint nun auch die FIFA erkannt zu haben, dass Änderungen unerlässlich sind", äußerte Neuendorf. Das Mitglied des FIFA-Councils beharrt dennoch darauf, dass Infantino abtreten muss: "Allerdings ist Gianni Infantino definitiv nicht die richtige Person, um einen Reformprozess zu moderieren. Er hat jegliche Glaubwürdigkeit verspielt."

Neben dem DFB und anderen fordert vor allem die Europäische Fußball-Union (UEFA) Infantinos Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Hintergrund ist die Rolle des FIFA-Chefs beim inzwischen verworfenen Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen. Ziel der UEFA ist es, den Schweizer vor seiner angestrebten Wiederwahl im März des kommenden Jahres zum Aufgeben zu zwingen.

Der 56-Jährige will im Kampf um den Chefposten aber nicht klein beigeben und wie geplant zur Wahl antreten. Sein nun zur Schau gestellter Reformwille soll ihm offensichtlich Unterstützung sichern. Sollte Infantino kandidieren, wird die UEFA mit großer Sicherheit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Vieles deutet darauf hin, dass der kanadische CONCACAF-Chef Victor Montagliani als Infantino-Herausforderer antreten könnte. Die Frist für die Nominierung eines Kandidaten läuft am 18. November ab.

M.Wilson--TNT

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