The National Times - Neuendorf: "System" Infantino muss beendet werden

Neuendorf: "System" Infantino muss beendet werden


Neuendorf: "System" Infantino muss beendet werden
Neuendorf: "System" Infantino muss beendet werden / Foto: © picture-alliance/Sven Simon/SID

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat sich klar wie nie von FIFA-Boss Gianni Infantino distanziert und will dessen "System" zum Einsturz bringen. "Das Vertrauensverhältnis zu Gianni Infantino, zu dieser FIFA-Führung ist natürlich zerrüttet", sagte Neuendorf am Rande der Sitzungen des UEFA-Exekutivkomitees und des FIFA-Rates im griechischen Thessaloniki bei RTL/ntv.

Textgröße ändern:

Es sei "wichtig, dass dieses System Infantino auch beendet wird", meinte Neuendorf und betonte, dies sei sogar "zwingend erforderlich". Der FIFA-Präsident strebt ungeachtet seines krachend gescheiterten WM-Investorenplans und der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt eine weitere Amtszeit an, gewählt wird im März.

Neben anderen fordert vor allem die UEFA mit Präsident Aleksander Ceferin an der Spitze Infantinos Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Erstes Ziel der Europäer ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zum Aufgeben zu zwingen.

Zehn europäische Fußballverbände haben ihm bereits offiziell ihre Unterstützung entzogen, zuletzt Frankreich und Österreich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) tat dies noch nicht, Neuendorf aber wurde jetzt sehr klar. Von Seiten der UEFA spreche man aktuell mit anderen Mitgliedsverbänden, um "Mehrheiten zu organisieren" gegen Infantino. Außerdem prüfe man, "wie wir dieses System FIFA nachhaltig verändern können".

Die UEFA wird bis zum Fristende am 18. November mit großer Wahrscheinlichkeit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Spätestens in Berlin, wo alle UEFA-Mitgliedsverbände am 8. und 9. Oktober zusammenkommen, werde man "hierzu dann auch wichtige Entscheidungen treffen", kündigte Neuendorf an.

"Wichtig ist, dass es eine integre Persönlichkeit ist", antwortete er auf die Frage, ob er sich auch eine Person außerhalb des Fußballkosmos für die Präsidentenrolle vorstellen könne. "Wir müssen nüchtern betrachten: Was ist die beste Lösung für den Fußball? Wenn Leute sich abwenden vom Fußball aufgrund des Gebarens der größten und bedeutendsten Institution des Weltfußballs, schadet das dem Fußball."

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Nach 1404 Tagen: Vuskovic zurück im HSV-Training

Mario Vuskovic (24) hat am Dienstag erstmals seit Beginn seiner vierjährigen Dopingsperre wieder am Mannschaftstraining des Hamburger SV teilgenommen. Der Kroate stand damit nach 1404 Tagen wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Platz. Wegen des erwarteten Fan-Andrangs hatte der Tabellenletzte der Bundesliga die für 15.00 Uhr angesetzte Einheit extra ins Volksparkstadion verlegt.

Nächster Rückschlag: Ouédraogo muss operiert werden

Nächster Rückschlag für Fußball-Nationalspieler Assan Ouédraogo: Der Offensivspieler von Bundesligist RB Leipzig hat sich im Heimspiel gegen den Hamburger SV am vergangenen Sonntag (5:0) eine Kapselverletzung in der rechten Schulter zugezogen und muss sich einer Operation unterziehen. Das teilten die Sachsen am Dienstag mit. Ouédraogo werde "bis auf Weiteres ausfallen", so der Klub, der keine näheren Angaben zur voraussichtlichen Ausfallzeit machte.

Medien: Klopps erster Kader ohne Baumann

Der neue Fußball-Bundestrainer Jürgen Klopp wird bei seiner ersten Kader-Nominierung am Donnerstag auf Torhüter Oliver Baumann verzichten. Das berichten Bild und kicker am Dienstag übereinstimmend.

"Finale dahoam": Bayern mit erneuter Chance 2028

Der FC Bayern hat schon in zwei Jahren wieder die große Chance auf ein "Finale dahoam" in der Champions League. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) vergab am Dienstag die Austragung des Endspiels 2028 wie erwartet an München. Die bayerische Landeshauptstadt, die das wichtigste Spiel im europäischen Vereinsfußball damit zum sechsten Mal austrägt, war der einzige Bewerber.

Textgröße ändern: