The National Times - Bierchen, Eisbad und Döner: DBB-Frauen feiern WM-Halbfinale

Bierchen, Eisbad und Döner: DBB-Frauen feiern WM-Halbfinale


Bierchen, Eisbad und Döner: DBB-Frauen feiern WM-Halbfinale
Bierchen, Eisbad und Döner: DBB-Frauen feiern WM-Halbfinale / Foto: © picture-alliance/contrast photoagentur/SID

Basketball-Bundestrainer Olaf Lange bekam im Bauch der Berliner Uber Arena eine dicke Umarmung von Ehefrau und Australien-Headcoach Sandy Brondello, Schlüsselspielerin Leonie Fiebich gab derweil den Partybefehl. "Ich bin eigentlich ready für ein Bierchen und bisschen feiern", sagte die Nationalspielerin bei ProSieben MAXX nach dem sensationellen Einzug ins Halbfinale der Heim-WM in Berlin.

Textgröße ändern:

Teamkollegin Nyara Sabally hatte derweil ihre ganz eigene Idee, den historischen 93:74 (42:35)-Erfolg im Viertelfinale gegen Europameister Belgien zu begehen. "Erstmal ins Eisbad. Vielleicht ein Döner. Das hört sich doch gut an. Eisbad und Döner - das hört sich nach einer super Celebration an", so die 26-Jährige, die mit 16 Punkten und zwölf Rebounds überragt hatte.

Die Analyse von Halbfinalgegner Frankreich, der am Samstag (16.30 Uhr/ProSieben MAXX und Magenta) wartet, verschoben die Deutschen ganz gepflegt auf Freitag. Zu groß war dieser Moment: Erstmals überhaupt stehen Basketballerinnen aus der Bundesrepublik unter den besten vier der Welt, lediglich die DDR war 1967 WM-Vierter geworden. "Ich glaube, nicht viele haben gedacht, dass wir überhaupt so weit kommen. Jetzt ist das nächste Frankreich und dann mal gucken, was wir da reißen können", sagte Sabally.

So oder so werden die DBB-Frauen erstmals seit EM-Bronze 1997 wieder bei einem großen Turnier um eine Medaille spielen. Entweder im kleinen oder großen Finale am Sonntag. Fiebich lud zum Träumen ein. "Jetzt muss man anfangen, ein bisschen 'delusional' (dt. wahnhaft/d. Red.) zu sein, den Schwung mitzunehmen. Frankreich ist für mich ein Top-zwei-Team mit den USA zusammen. Aber mal schauen, was geht." Deutschland sei "kein Underdog mehr", so Fiebich: "Alle haben uns jetzt auf dem Visier. Mit uns ist nicht zu spaßen."

Lange, seit Herbst des Vorjahres im Amt, war darauf bedacht, nicht in Übermut zu verfallen, zeigte sich jedoch schwer beeindruckt von seiner Mannschaft. "Ich bleibe immer da, wo ich gerade bin, ich denke nicht so viel nach. Ich glaube, dass wir auf jeden Fall Medaillenchancen haben, habe ich ja auch vorher gesagt. Ob es nun so früh möglich wäre, war mir nicht klar", so der 54-Jährige. Man wolle sich nun "neu fokussieren", sich "auf das nächste Spiel konzentrieren und die Chance nutzen".

T.Hancock--TNT

Empfohlen

NFL: Topfavorit Los Angeles Rams mit Fehlstart

Titelfavorit Los Angeles Rams hat im ersten regulären Ligaspiel der NFL in Australien einen Fehlstart hingelegt. Der hochgehandelte zweimalige Super-Bowl-Sieger verlor gegen die San Francisco 49ers in Melbourne deutlich mit 7:27 und erlebte am ersten Spieltag der US-Football-Liga gleich eine unangenehme Überraschung. 49ers-Quarterback Brock Purdy überragte dabei mit drei Touchdown-Pässen und stellte seinen Gegenüber Matthew Stafford in den Schatten.

Nach Startelf-Comeback: Erlöser Musiala ist "richtig glücklich"

Es war zweifelsohne berechtigt, dass Michael Olise am Ende dastand und den kleinen silbernen Pokal in den Händen hielt, der dem "Spieler des Spiels" verliehen wird. Verdient gehabt hätte die Auszeichnung freilich auch Jamal Musiala. Beim am Ende überzeugenden 5:0 (0:0) des FC Bayern gegen den FK Bodö/Glimt erzielte er das wichtigste Tor des Abends: Sein 1:0 nur 76 Sekunden nach der Pause war nach zäher erster Halbzeit eine Erlösung gegen bis dahin sehr widerspenstige Norweger.

Wegen WM-Erfolgen: Lehrerin Wilke darf schwänzen

Nach dem historischen Einzug ins WM-Halbfinale darf Alexandra Wilke Schule schwänzen. Naja, nicht ganz. Die Basketball-Nationalspielerin, nebenbei noch Lehrerin für Mathe und Sport, ist wegen der Heim-Weltmeisterschaft in Berlin für die letzten Vorbereitungen auf das neue Schuljahr freigestellt.

"Bin zu weit gegangen": Leclerc entschuldigt sich bei Hamilton

Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat sich für sein fragwürdiges Manöver gegen seinen Teamkollegen Lewis Hamilton beim Grand Prix von Italien entschuldigt. "Ich bin zu weit gegangen. Wir haben die Situation geklärt", sagte der Monegasse vor dem Rennwochenende in Madrid. Der 28-Jährige hatte Hamilton in Monza kurz nach dem Start weit nach außen gedrängt, sodass der Rekordweltmeister, um eine Kollision zu verhindern, ins Kiesbett auswich und dort mehrere Plätze verlor.

Textgröße ändern: