The National Times - "Peters Plan": Deutsche Equipe um Jung glänzt auch für Thomsen

"Peters Plan": Deutsche Equipe um Jung glänzt auch für Thomsen


"Peters Plan": Deutsche Equipe um Jung glänzt auch für Thomsen
"Peters Plan": Deutsche Equipe um Jung glänzt auch für Thomsen / Foto: © picture alliance / rscp-photo/SID

Vielseitigkeits-König Michael Jung und seine Silber-Kollegen wussten sofort, wessen Nummer sie nach dem großen Triumph bei der Heim-WM in Aachen als Erstes wählen. Das war "genau dein Plan, Peter", freute sich der frischgebackene Weltmeister, umringt von seinen Teamkameraden strahlte der 44-Jährige nach seiner Glanzleistung mit Partner Chipmunk in die Handykamera.

Textgröße ändern:

Denn auf ihren Bundestrainer Peter Thomsen hatten die deutschen Reiter nach dessen Reitunfall vor zwei Monaten beim großen Höhepunkt vor heimischer Kulisse schweren Herzens verzichten müssen - und so wurde erstmal telefonisch genauestens Bericht erstattet.

"Für die meisten von uns war Aachen schon seit geraumer Zeit das Ziel", erklärte Julia Krajewski, auch "Peter hat mehr oder weniger seit Paris darauf hingearbeitet." Doch als die wichtige Stütze dem Team plötzlich wegbrach, "hat er uns alle irgendwie noch enger zusammengeschweißt. Wir hatten wirklich das Gefühl, dass wir es für ihn schaffen mussten."

Ihre Teamstärke stellte die deutsche Equipe über insgesamt vier Wettbewerbstage und drei Teilprüfungen eindrucksvoll unter Beweis, am Ende durften sie stolz die Silbermedaille in Empfang nehmen. An den starken Briten war in der Soers diesmal aber kein Vorbeikommen gewesen - außer natürlich für den überragenden Jung, der sich erstmals seit seinem Premierenerfolg 2010 in Lexington, dem er unter anderem noch vier olympische Goldmedaillen folgen ließ, wieder zum Einzelweltmeister krönte.

"Ein Großteil der Arbeit, der Überlegungen und der Anstrengungen", betonte Krajewski nun, "kam von ihm." Das erfolgreiche Abschneiden sei genauso sehr Thomsens "Verdienst wie der jedes einzelnen in unserem Team", erklärte die Tokio-Olympiasiegerin.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Zehn Tage Ruhe: Varfolomeev belohnt sich für drei WM-Titel

Die Flugtickets sind seit Samstag gebucht - am Sonntagabend setzte bei Darja Varfolomeev nach dem letzten WM-Wettbewerb und dem erhofften goldenen Abschluss dann langsam auch die Urlaubsstimmung ein. "Es geht für zehn Tage nach Griechenland", verriet die 19-Jährige. Das sei "die beste Belohnung" - für abermals beeindruckende Leistungen bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt am Main sowie insgesamt drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille.

Flag-Football: Vollmer sieht gute Chancen auf olympische Zukunft

Der zweimalige Super-Bowl-Champion Sebastian Vollmer (42) blickt optimistisch in die Zukunft von Flag-Football im olympischen Programm. Er bewertet die Wahrscheinlichkeit, dass die Sportart, die bei den Sommerspielen 2028 in Los Angeles ihr Olympia-Debüt geben wird, auch vier Jahre später in Brisbane dabei ist, als "sehr hoch". "Es kommt natürlich ein bisschen auf die Performance an und wie es aufgenommen wird", sagte Vollmer im SID-Interview im Rahmen der Flag-Football-WM in Düsseldorf.

Mit Schnullergeste zu Gold: Ruppert hat noch viel vor

Frederik Ruppert konnte bei seiner Gala-Vorstellung sogar schon vor dem Ziel jubeln, mit der "Schnuller-Geste" rannte der Top-Favorit die letzten Meter zu EM-Gold über die 3000 m Hindernis. Und grüßte damit seine schwangere Frau. "Ich werde im Januar Papa und das hat mir extrem viel Kraft und Power gegeben dieses Jahr", sagte der Europameister in der ARD.

Mihambo weint: "Mein Herz tut weh"

Malaika Mihambo weinte, ihre Stimme wurde brüchig, kurz blieben ihr ganz die Worte weg - ihre EM-Pleite hat Deutschlands Weitsprung-Königin total mitgenommen. Mihambo gab alles, doch sie verlor ihren Titel und ging sogar komplett leer aus. "Man gibt immer einen Teil von sich selbst und von daher tut es auch weh, wenn es mal nicht reicht", sagte Mihambo völlig geknickt.

Textgröße ändern: