The National Times - Infantinos WM-Plan: Südamerika verlangt "Klarstellungen"

Infantinos WM-Plan: Südamerika verlangt "Klarstellungen"


Infantinos WM-Plan: Südamerika verlangt "Klarstellungen"
Infantinos WM-Plan: Südamerika verlangt "Klarstellungen" / Foto: © SID

Auch die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL hat sich zum Investorenplan des Weltverbandes FIFA geäußert - allerdings deutlich zurückhaltender. In einer Pressemitteilung am Freitag forderte der Kontinentalverband "zusätzliche Informationen" und "Klarstellungen".

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Zuvor hatte der asiatische Verband AFC den Widerstand der UEFA und des CONCACAF unterstützt und seine "tiefe Besorgnis" zum Vorhaben der FIFA sowie über "die Entscheidungsprozesse" geäußert. Der Plan des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, steht damit vor dem Aus.

Die Südamerikaner hielten sich dagegen in ihrer Einschätzung zurück, baten lediglich "die FIFA um zusätzliche Informationen und Klarstellungen zu verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit Reichweite, Struktur, Governance und möglichen Auswirkungen" des Projekts. Zudem lief die CONMEBOL "zur Einheit der gesamten Fußballfamilie auf und dazu, den Fußball stets über jedes andere Interesse zu stellen".

Die AFC hatte zuvor erklärt, dass der FIFA-Plan "nicht den notwendigen breiten Konsens und die erforderliche Einigkeit für ein erfolgreiches Vorgehen" erreichen könne. Die UEFA hatte am Donnerstag einen Boykott aller FIFA-Turniere bekannt gegeben, sollte das Vorhaben des Weltverbandes weiterverfolgt werden. Auch die CONCACAF stellte sich gegen Infantinos Plan. Die FIFA sprach am Freitag abermals von "einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess", der von "fehlerhafter Berichterstattung in den Medien" gestört worden sei: "Niemand verkauft den Fußball." Dies würde die FIFA "niemals in Betracht ziehen".

Medienberichten zufolge soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. UEFA, CONCACAF und AFC stellen 136 von 211 stimmberechtigten FIFA-Mitgliedsverbänden.

V.Allen--TNT

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