The National Times - "Typen fehlen": Podolski kritisiert Mentalität der DFB-Elf

"Typen fehlen": Podolski kritisiert Mentalität der DFB-Elf


"Typen fehlen": Podolski kritisiert Mentalität der DFB-Elf
"Typen fehlen": Podolski kritisiert Mentalität der DFB-Elf / Foto: © picture alliance/Sipa USA/SID

2014er-Weltmeister Lukas Podolski hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem WM-Debakel mangelnde Mentalität vorgeworfen. Dies sei der Fall, "weil Typen fehlen", sagte der 41-Jährige der Sport Bild: "Es übernimmt keiner Verantwortung. Man liegt hinten und es rappelt sich keiner auf, keiner hilft dem anderen. Das ist keine Einheit bei der WM in Amerika gewesen, angefangen vom Trainer bis zur Mannschaft."

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Der Mannschaft, so Podolski, habe die nötige Aggressivität gefehlt. "Man muss auch mal ein wenig dreckig spielen, auf dem Platz darf es ruhig mal knallen." Von Profis mit derartigem Mindset habe Deutschland zu wenige, "weil die Spieler heutzutage glattgebügelt werden. Man darf sich zu nichts bekennen, anecken", sagte er. Eine Ausnahme sei unter anderem Antonio Rüdiger. "Er hat diese Galligkeit, er kann mal ein Drecksack sein, wenn es nötig ist", sagte Podolski.

Als neuen Bundestrainer und Nachfolger des zurückgetretenen Julian Nagelsmann hält Podolski Jürgen Klopp derweil für die richtige Wahl. Dies gelte "nicht nur wegen seiner Art, sondern auch wegen seines Ansatzes, Fußball spielen zu lassen", sagte Podolski.

Der Trainerwechsel allein werde die Probleme des deutschen Fußballs nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aber nicht lösen. "Jetzt den Trainer zu wechseln und dann zu sagen, nun wird alles besser, das ist zu einfach." Der DFB brauche vielmehr strukturelle Veränderungen – von der Nachwuchsarbeit bis zur Ausbildung von Mentalitätsspielern. Als Vorbilder nannte Podolski Spanien, Argentinien und Frankreich.

S.Arnold--TNT

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