The National Times - Formel 1: Antonelli siegt in Spa - Russell scheidet aus

Formel 1: Antonelli siegt in Spa - Russell scheidet aus


Formel 1: Antonelli siegt in Spa - Russell scheidet aus
Formel 1: Antonelli siegt in Spa - Russell scheidet aus / Foto: © SID

Das Auto hält, das Wunderkind liefert: Kimi Antonelli hat die jüngste Aufholjagd seiner Titelkonkurrenten hart ausgebremst und die Führung in der WM-Wertung wieder ausgebaut. Der 19 Jahre alte Mercedes-Pilot gewann am Sonntag den Großen Preis von Belgien und feierte vor Charles Leclerc und Max Verstappen seinen sechsten Saisonsieg in der Formel 1. Für Antonelli, zuletzt von Defekten heimgesucht, nimmt ein historischer Triumph in der Weltmeisterschaft immer konkretere Form an - auch weil sein ärgster Verfolger früh ausschied.

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Für den bisherigen WM-Zweiten George Russell im anderen Mercedes war das Rennen nach einer Kollision mit Ferrari-Pilot Lewis Hamilton schon nach fünf Kurven beendet. Auch deshalb führt Antonelli nach zehn von 22 Saisonläufen mit 204 Punkten vor Hamilton (159). Zehn Runden vor Schluss setzte er das entscheidende Überholmanöver gegen Leclerc im Ferrari.

Hinter den Top Drei kamen Hamilton, vorbehaltlich einer möglichen weiteren Strafe, und McLaren-Pilot Oscar Piastri ins Ziel. Weltmeister Norris im zweiten McLaren wurde Siebter. Für Nico Hülkenberg geht der Punktefluch im Audi derweil weiter. Der Emmericher wurde in Spa-Francorchamps lediglich 13., sein Teamkollege Gabriel Bortoleto belegte den achten Rang.

Antonelli hatte bereits das gesamte Wochenende dominiert. Beeindruckend: Im Qualifying sicherte er sich mit 0,317 Sekunden Vorsprung die Pole Position. Größer war der Zeitabstand zwischen dem ersten und zweiten Startplatz in dieser Saison noch nie - obwohl Red Bull versucht hatte, Verstappen mithilfe eines XXL-Windschattens durch Teamkollege Isack Hadjar nach vorne zu bringen.

"Die Punkte werden erst am Sonntag geholt", bremste Antonelli, der vor Verstappen und Russell startete. Zuletzt hatte er vor allem wegen technischer Defekte nur 23 von 83 möglichen Zählern eingefahren. In den Ardennen, wo die vorherigen vier Polesetter jeweils den Sieg verpassten, werde ein guter Start "entscheidend sein, besonders mit der langen Geraden zu Kurve 5."

Doch bevor es auf die Gerade ging, setzte Verstappen bereits zum spektakulären Überholmanöver in der berüchtigten Aufwärtskurve Eau Rouge an. Ohne Windschatten verlor der Niederländer allerdings an Tempo und wurde von Antonelli und dem heraneilenden Leclerc einkassiert. Nur wenige Meter dahinter kollidierten Hamilton und Russell. Der Rekordweltmeister kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe, für Russell endete das Rennen im Kiesbett.

"Was ist mit der Batterie passiert?", fluchte er über Funk: "Das ist nicht akzeptabel." Der Traditionskurs, weithin als eine der ikonischsten Rennstrecken überhaupt bekannt, hat bei den Piloten an Spaß eingebüßt. Grund ist das Energiemanagement. Für eine Runde auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke reicht schlicht die Batterie nicht aus.

Wie schon in Silverstone waren zunächst jedoch muntere Positionskämpfe die Folge. Verstappen übernahm wieder Position zwei. McLaren-Pilot Piastri duellierte sich dahinter mit beiden Ferrari-Piloten - gegen Leclerc gar mit Kontakt.

Als erster Fahrer der Spitzengruppe kam Verstappen an die Box, Antonelli reagierte. Ferrari dagegen ließ seine Piloten auf der Strecke und stoppte erst später unter dem virtuellen Safety Car. Leclerc kam vor Antonelli auf die Strecke. Hamilton fuhr versehentlich einen Mechaniker an - ohne ernste Folgen, eine Untersuchung nach Rennende stand allerdings noch aus.

Auf der Strecke bahnte sich dann rundenlang ein Zweikampf zwischen Leclerc und Antonelli um den Sieg an. In Runde 34 zog der Italiener vorbei - und gab die Führung nicht mehr her.

F.Morgan--TNT

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