The National Times - "Freut mich wahnsinnig": Lipowitz setzt auf den Teamgedanken

"Freut mich wahnsinnig": Lipowitz setzt auf den Teamgedanken


"Freut mich wahnsinnig": Lipowitz setzt auf den Teamgedanken
"Freut mich wahnsinnig": Lipowitz setzt auf den Teamgedanken / Foto: © picture-alliance/Belga/SID

Volle Fahrt voraus? Platz zwei angreifen? Florian Lipowitz stellt eigene Ambitionen bei der Tour de France erstmal hinten an. "Ich habe gehört, dass Remco (Co-Kapitän Evenepoel, Anm. d. Red.) eine Lücke aufgehen lassen hat", sagte der Vorjahresdritte nach der zehnten Etappe in der ARD: "Dann blieb für mich nichts anderes übrig, zu warten und zu hoffen, dass Remco wieder zurückkommt."

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Das schaffte sein belgischer Teamkollege, nachdem er am letzten Anstieg vor Le Lioran schon aus der Gruppe der Klassementfahrer herausgefallen war. Im Sprint sicherte sich Evenepoel nach Dominator Tadej Pogacar dann Platz zwei. "Das freut mich natürlich wahnsinnig", sagte der Vierte Lipowitz.

Auf den Anstiegen hinterließ aber Lipowitz erneut den besseren Eindruck. "Die Beine und die Form passen", sagte der Mann vom deutschen Rennstall Red Bull-Bora-hansgrohe. Aber hätte er nicht auf eigene Faust fahren können? Zumal Jonas Vingegaard angreifbar wirkt? Für Lipowitz zählt an erster Stelle der Teamgedanke. "Mit Remco und mir Richtung Podium schaut es gut aus", sagte der Deutsche.

Evenepoel schob sich im Klassement auf Rang drei vor, der Rückstand auf Vingegaard beträgt nur noch eine halbe Minute. Lipowitz ist neuer Sechster, 38 Sekunden hinter seinem Teamkollegen, der dem Ulmer zuletzt in einem Interview ordentlich einen mitgegeben hatte.

Lob gab es vom Chef. "Mega gut, wie er das macht", sagte Ralph Denk im hauseigenen Podcast: "Sportlich steckt da pure Kraft und sehr viel Talent dahinter. Und wir sprechen jetzt über Sekunden, in der dritten Woche wird es um Minuten gehen. Da habe ich ein sehr gutes Bauchgefühl bezüglich Florian."

Dann geht es in die Alpen, zweimal den Alpe d'Huez hinauf. Im Hochgebirge hat Lipowitz auf den langen Anstiegen gegenüber seinem Co-Kapitän wohl die Nase vorn. Der Doppel-Olympiasieger erhofft sich dagegen, im Einzelzeitfahren der 16. Etappe ordentlich Boden gut zu machen. Die Entscheidung um die Kapitänsrolle ist noch lange nicht entschieden.

Q.Marshall--TNT

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