The National Times - Adieu Les Bleus: Eiskalte Spanier zerstören Frankreichs WM-Traum

Adieu Les Bleus: Eiskalte Spanier zerstören Frankreichs WM-Traum


Adieu Les Bleus: Eiskalte Spanier zerstören Frankreichs WM-Traum
Adieu Les Bleus: Eiskalte Spanier zerstören Frankreichs WM-Traum / Foto: © SID

Spaniens eiskalte Defensivkünstler haben in der Halbfinal-Schlacht der europäischen Giganten gnadenlos zugeschlagen und den Traum des Topfavoriten Frankreich vom Final-Hattrick zerstört. Der Europameister besiegte das französische Starsensemble um Superstürmer Kylian Mbappé in einem denkwürdigen Spiel in Dallas verdient mit 2:0 (1:0) und kann am Sonntag gegen Titelverteidiger Argentinien oder England zum zweiten Mal nach 2010 den WM-Thron besteigen.

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Mikel Oyarzabal brachte Spanien mit einem an Jungstar Lamine Yamal verursachten Foulelfmeter (22.) im ersten Abschnitt in Führung, Pedro Porro (58.) sorgte schließlich für die Entscheidung. Im Finale von New York kann sich Yamal mit dann 19 Jahren und sechs Tagen zum jüngsten Spieler krönen, der den Europa- und Weltmeistertitel vereinigt.

Die Franzosen erlebten ausgerechnet an ihrem Nationalfeiertag eine ihrer bittersten WM-Niederlagen. Statt wie geplant zum dritten Mal nacheinander ins Endspiel einzuziehen und dort nach dem dritten Stern zu greifen, zerschellten die Hoffnungen an der spanischen Defensive.

Wie schon im EM-Halbfinale vor zwei Jahren (damals 1:2) kam Frankreich einfach nicht durch - trotz des hoch gelobten Sturm-Trios aus Mbappe, Michael Olise und Ousmane Démbelé. Als sich in der Schlussphase dann doch mal eine Lücke in Spaniens Abwehrbeton auftat, war Keeper Unai Simon zur Stelle. Und so wird Nationaltrainer Didier Deschamps die Équipe Tricolore nach 14 Jahren ohne den erhofften Titel an seinen Nachfolger Zinédine Zidane übergeben.

Vor der Partie hatte Deschamps, der mit seinem 26. WM-Spiel am Dienstag den legendären Helmut Schön hinter sich ließ und zum alleinigen Rekordtrainer aufstieg, die Favoritenrolle galant dem Gegner zugeschoben. Er wolle sein Gegenüber "nicht unter Druck setzen", sagte er, "aber die Erwartungen an Spanien sind hoch". Die Iberer ließen sich von den Psychospielchen allerdings keineswegs aus der Ruhe bringen. "Wenn jemand Angst haben sollte", tönte Yamal, "dann sie".

Den forschen Tönen des Angreifers vom FC Barcelona ließen die Spanier direkt Taten folgen. Wenn es in der Anfangsphase gefährlich wurde, dann vor dem französischen Tor. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze schoss Alex Baena noch direkt in die Mauer (11.), wenig später fuhr Lucas Digne am Strafraumrand dann Yamal in die Parade. Den fälligen Strafstoß verwandelte Oyarzabal zu seinem bereits fünften Turniertreffer sicher, Frankreich lag erstmals bei dieser WM zurück.

Das Tor spielte Spanien vor 70.176 Zuschauern in die Karten. Die beste Defensive des Turniers, die in Nordamerika bislang nur ein Gegentor kassiert hatte, stellte die Räume nun klug zu und nervte die Franzosen mit unermüdlichem Pressing. So kam Frankreich, das alle seine sechs WM-Spiele bis dato gewonnen hatte, bis zur Pause in seinem insgesamt achten WM-Halbfinale zu keiner einzigen nennenswerten Torchance mehr. Zusätzlich bitter: Außenverteidiger William Saliba verletzte sich nach einer halben Stunde ohne Gegnereinwirkung und konnte nicht weiterspielen.

Spaniens Pass-Roboter kombinierten sich vor den Augen von Sprinter-Legende Usain Bolt derweil ein ums andere Mal durchs Mittelfeld und kamen zumindest noch einmal in eine aussichtsreiche Abschlussposition. Über Dani Olmos Hacke und Yamal landete der Ball in der Mitte, doch Bayern-Star Dayot Upamecano rettete in höchster Not gegen Fabian Ruiz (38.).

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Frankreich mühte sich redlich, fand aber einfach keine Lösungen. Als Pedro Porro nach toller Vorarbeit von Dani Olmo dann auf 2:0 stellte, rannte Frankreich die Zeit davon. Die Schlussoffensive wurde nicht belohnt.

S.Collins--TNT

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