The National Times - Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück

Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück


Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück
Schiri-Boss Collina weist Kritik aus Ägypten zurück / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die aus Ägypten geäußerte Vermutung einer Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM scharf zurückgewiesen. "Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz", wird der Italiener auf der Homepage des Weltverbandes zitiert, ohne einen konkreten Fall zu nennen. Collina fügte aber vielsagend an: "Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom FIFA-Präsidenten."

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Ägyptens Fußballverband hatte nach dem dramatischen Achtelfinal-Aus gegen Argentinien (2:3) offiziell Beschwerde eingelegt und den WM-Ausschluss des französischen Schiedsrichters Francois Letexier gefordert. Nationaltrainer Hossam Hassan mutmaßte kurz nach dem Spiel sogar, man wolle den Weltmeister und insbesondere Messi im Wettbewerb behalten.

Collina verurteilte dies deutlich. Öffentliche Äußerungen gegen Schiedsrichter könnten "Reaktionen hervorrufen, die zu Drohungen gegen sie und ihre Familien führen. Das ist nicht richtig", sagte er.

Nach Ansicht der Ägypter hatte es vor dem argentinischen Siegtor durch Enzo Fernández (90.+2) ein Foul im argentinischen Strafraum gegeben, das einen Elfmeter zur Folge hätte haben müssen. Außerdem sei ein Tor von Mostafa Ziko (58.) zu Unrecht aberkannt worden.

Laut Collina sei die Entscheidung in beiden Fällen richtig gewesen. Vor dem zurückgenommenen Tor sei Ägyptens Marwan Attia auf den Fuß von Lisandro Martínez gestiegen. "Ein Foul ist ein Foul", so Collina. Bei der Szene vor dem späten Siegtor habe es sich dagegen um einen "normalen Fußball-Kontakt gehandelt", dies habe auch der VAR so gesehen.

Generell werde bei jedem Tor die Angriffsphase überprüft. "Wird im Spielaufbau ein Foul festgestellt, das sich nach Einschätzung des VAR auf die Entstehung des Tores ausgewirkt hat, empfiehlt dieser eine Überprüfung am Spielfeldrand. Es gibt keine festgelegte Begrenzung hinsichtlich der Entfernung zum Tor oder des Zeitraums zwischen dem Vorfall und dem Torerfolg", so Collina.

D.S.Robertson--TNT

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