The National Times - "Größer als 50 Prozent": Watzke hofft auf Klopp - und warnt

"Größer als 50 Prozent": Watzke hofft auf Klopp - und warnt


"Größer als 50 Prozent": Watzke hofft auf Klopp - und warnt
"Größer als 50 Prozent": Watzke hofft auf Klopp - und warnt / Foto: © picture-alliance/dpa/SID

DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat Fußball-Deutschland vor den entscheidenden Gespräch in der Personalie des Wunsch-Bundestrainers Jürgen Klopp davor gewarnt, sich zu früh zu freuen. "Das ist definitiv noch nicht abgehakt, das muss man alleine schon vor dem Hintergrund des RB-Engagements so sehen", sagte der DFL-Aufsichtsratsboss dem ZDF.

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Dennoch ist der langjährige Weggefährte Klopps optimistisch, dass die Hürden für ein Engagement seines Du-Freundes als Nachfolger von Julian Nagelsmann aus dem Weg zu räumen sind. Die Wahrscheinlichkeit für Klopp als künftigen Bundestrainer sei "größer als 50 Prozent", sagte er, der DFB habe das klare Ziel, den 59-Jährigen zu verpflichten: "Wir wollen unseren Masterplan A versuchen durchzusetzen."

Allmächtig werde Klopp beim Deutschen Fußball-Bund allerdings nicht. "Jürgen Klopp würde niemals eine carte blanche fordern", sagte Watzke, der "gerne" mit Sportdirektor Rudi Völler "weitermachen" würde.

Watzke soll noch in dieser Woche mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf zu Gesprächen nach New York reisen, wo Klopp für MagentaTV als WM-Experte tätig ist. Noch hat Klopp einen Vertrag bis 2029 bei Red Bull, wo er als "Head of Global Soccer" arbeitet.

Das Finanzielle sieht Watzke nicht als Hindernis. "Wir haben natürlich unsere Schmerzgrenze", sagte er und fügte schmunzelnd an, er erwarte "einen leichten Patriotismusabschlag" von Klopp. Auch sei der wohl bereit, seine vielfältigen Werbeverträge verbandskonform zu prüfen.

Sportlich erwartet sich Watzke einiges vom Potenzial-Optimierer. "Jürgen macht Spieler besser, definitiv." Das deutsche Spiel werde außerdem "etwas körperbetonter, etwas intensiver, etwas rustikaler" werden. Damit die DFB-Elf "auch in der 90. Minute, wenn es 1:1 steht", dem Gegner das Gefühl vermittle, "dass die irgendwann zurückkommen".

Inwieweit Klopp auch ins Strukturelle eingreifen wolle, also etwa in die Nachwuchsförderung, sei offen. Klar sei aber auch, dass es ein Fehler wäre, "wenn du nicht jemanden mit der Kompetenz (...) von Jürgen dann auch einbindest".

I.Paterson--TNT

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