The National Times - CR7 trifft: Ronaldo triumphiert im Showdown der Altstars

CR7 trifft: Ronaldo triumphiert im Showdown der Altstars


CR7 trifft: Ronaldo triumphiert im Showdown der Altstars
CR7 trifft: Ronaldo triumphiert im Showdown der Altstars / Foto: © SID

Cristiano Ronaldo hat Luka Modric im Duell der Altmeister in die WM-Rente geschickt und seinen Traum vom ultimativen Triumph am Leben erhalten. Am ersten Jahrestag des Unfalls seines verstorbenen Ex-Teamkollegen Diogo Jota bezwang der 41 Jahre alte Superstar mit Portugal Modrics Kroatien im Sechzehntelfinale von Toronto mit 2:1 (0:0). Während CR7 bei seiner sechsten Weltmeisterschaft weiter seinen ersten Titel jagt, tritt Modric im Alter von 40 Jahren ohne die große Krönung von der Weltbühne ab.

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Ronaldo (68., Foulelfmeter nach Videobeweis) mit seinem dritten Turniertor und dem 11. WM-Treffer insgesamt und der eingewechselte Goncalo Ramos (90.+4) schossen die Portugiesen zum Sieg, nun wartet am kommenden Montag (21.00 Uhr MESZ) Europameister Spanien im Achtelfinale von Dallas. Für Kroatien war Ivan Perisic (53.) erfolgreich. Sowohl für Ronaldo als auch für Modric wird es die letzte WM sein; beim Turnier 2030 wären sie 45 beziehungsweise 44 Jahre alt.

Modric, der 2018 mit den Kroaten Vize-Weltmeister und vor vier Jahren in Katar WM-Dritter geworden war, verpasste es indessen, auch eine persönliche Rechnung mit Ronaldo zu begleichen. Von den nun elf Duellen der Ausnahmekönner, die bei Real Madrid auch sechs Jahre lang zusammengespielt hatten, gewann der kroatische Edeltechniker kein einziges.

Durch Zufall fiel das K.-o.-Spiel gegen die Kroaten ausgerechnet auf den ersten Todestag von Diogo Jota. Der frühere Nationalspieler war bei Anpfiff fast auf die Minute genau vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Portugiesen hatten ihre WM-Mission zuvor bereits Jota gewidmet. Nationaltrainer Roberto Martínez sagte, seine Mannschaft wolle die Weltmeisterschaft für ihren ehemaligen Mitspieler gewinnen.

Auf dem Rasen des BMO Field in Toronto wurde Ronaldo beim Einlaufen zum Warmmachen mit einer lauten Mischung aus Jubel und Pfiffen empfangen, nach Spielbeginn war seine Mannschaft zunächst tonangebend. Bruno Fernandes (4.) scheiterte mit der ersten Topchance an Kroatiens Torwart Dominik Livakovic, auch der Nachschuss wurde geblockt. Modric und Co. lauerten auf Konter, spielten ihre Umschaltmomente jedoch nicht gut genug aus.

Eine weitere aussichtsreiche Möglichkeit vergab Portugals Innenverteidiger Renato Veiga (16.), als er eine Ecke von Nuno Mendes völlig frei über das Tor köpfte. Während sein Team drückte, hing Ronaldo bis dahin in der Luft und kam aus dem Spiel heraus zu keiner Abschlussposition. Wenn Portugal gefährlich wurde, war meist Fernandes beteiligt. Einen Flachschuss des Spielmachers (33.) klärte Livakovic am kurzen Pfosten nur mit Mühe.

Nach der Halbzeitpause traten die Kroaten weitaus mutiger auf – und strahlten sofort Gefahr aus. Portugals Keeper Diogo Costa lenkte einen Versuch von Mateo Kovacic (48.) an das Außennetz. Kurz darauf ließ Portugals Abwehr Perisic nach einer Flanke von Josip Stanisic komplett allein, der 37-Jährige vollstreckte eiskalt. Die Seleção antwortete trotzig: Rafael Leão (58.) donnerte den Ball aus der Distanz an das Lattenkreuz.

Wenig später setzte Ronaldo zunächst fälschlicherweise zu seinem ikonischen Jubel an, er stand bei seinem vermeintlichen Ausgleichstreffer (61.) jedoch im Abseits. CR7 durfte dann aber doch noch feiern, weil Nikola Vlasic Veiga im Strafraum hielt. Den nach Videobeweis fälligen Elfmeter verwandelte der alternde Torjäger sicher – und sein "SIU" hallte in ohrenbetäubender Lautstärke durch das Stadion. Kroatien erwiderte jedoch den offenen Schlagabtausch, Kovacic (75.) zwang Costa zu zwei Glanzparaden.

In der dramatischen Nachspielzeit nickte der nach 64 Minuten eingewechselte Ramos eine Maßflanke von Leao perfekt ein. Der vermeintliche Ausgleich von Josko Gvardiol (90.+13) wurde nach Videobeweis wegen Abseits zurückgenommen.

R.T.Gilbert--TNT

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