The National Times - DESG verkündet Einigung - Athleten fordern Zugeständnisse

DESG verkündet Einigung - Athleten fordern Zugeständnisse


DESG verkündet Einigung - Athleten fordern Zugeständnisse
DESG verkündet Einigung - Athleten fordern Zugeständnisse / Foto: © picture-alliance/dpa/SID

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) hat im Streit um eine neue Athletenvereinbarung eine Einigung verkündet - die Aktiven machen diese allerdings weiterhin von großen Zugeständnissen durch den Verband abhängig. Die DESG informierte am Samstag, einen Tag nach Ablauf der Frist, über eine Unterzeichnung durch "alle 79 Kadersportlerinnen und Kadersportler". Zu den Unterzeichnern gehören auch die Aktiven des Bundesstützpunkts Erfurt, die ihre Zustimmung aber an Bedingungen knüpften. Diese sind in einem Side Letter formuliert, über dessen Inhalte der Thüringer Eis- und Rollsportverband e.V. (TERV) den SID informierte.

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In diesem Side Letter geht es um die Kernpunkte des bisherigen Streits. So wird etwa festgehalten, dass Athletinnen und Athleten des Bundesstützpunkts Erfurt diesem zugeordnet bleiben und dort weiterhin trainieren können. Entstehen den Aktiven im Rahmen zentraler Lehrgänge Reisekosten, dann soll diese die DESG übernehmen. Ohne Unterzeichnung des Side Letters auch durch die DESG sei die Athletenvereinbarung gegenstandslos, heißt es weiter.

Auch die DESG informierte in ihrer Mitteilung vom Samstag über die Existenz der Zusatzvereinbarung, ging allerdings nicht auf Inhalte ein und bestätigte auch keine Unterzeichnung ihrerseits. In dem Side Letter würden "weitergehende Hinweise, Erwartungen und Forderungen" formuliert, hieß es, das DESG-Präsidium nehme "diesen Side Letter zur Kenntnis und wird sich zeitnah und sorgfältig mit den darin angesprochenen Punkten beschäftigen. Die Inhalte werden innerhalb der zuständigen Gremien geprüft, bewertet und beraten."

Hendrik Dombek, deutscher Spitzen-Eisschnellläufer und Präsidiumsmitglied von Athleten Deutschland, wies am Samstag noch einmal auf die Vorgeschichte der nun erfolgten Unterzeichnung hin. "Wir sehen uns seit Wochen einem massiven und anhaltenden Druck ausgesetzt, der eine freie und unbeeinflusste Entscheidung über die Unterzeichnung der Athletenvereinbarung faktisch ausgeschlossen hat", sagte Dombek dem SID.

Aus Thüringen hatte es starken Gegenwind für die DESG gegeben, Grund war der im Zuge der geplanten Strukturreform geforderte Wechsel vom Trainingsstützpunkt Erfurt nach Inzell oder Berlin. Die DESG knüpfte an die Unterzeichnung des Dokuments den Verbleib der Athletinnen und Athleten im Bundeskader - einige von ihnen weigerten sich dennoch, der Aufforderung nachzukommen. Auch der TERV riet den Kaderathletinnen und -athleten am Bundesstützpunkt Erfurt bis zuletzt, "die Athletenvereinbarung in der vom DESG-Präsidium vorgelegten Fassung nicht zu unterschreiben".

Die Führung des Thüringer Verbandes hatte das Vorgehen der DESG öffentlich kritisiert und das Präsidium um Matthias Große in einem Schreiben gar zum Rücktritt aufgefordert.

T.Cunningham--TNT

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