The National Times - Doppelpack Pépé: Elfenbeinküste beendet Curacaos Märchen

Doppelpack Pépé: Elfenbeinküste beendet Curacaos Märchen


Doppelpack Pépé: Elfenbeinküste beendet Curacaos Märchen
Doppelpack Pépé: Elfenbeinküste beendet Curacaos Märchen / Foto: © AP/SID

Die Elfenbeinküste hat sich dank Doppelpacker Nicolas Pépé erstmals für die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft qualifiziert und damit das Fußball-Märchen von Curacao gnadenlos beendet. Die Ivorer bezwangen den exzentrischen Außenseiter zum Abschluss der Gruppenphase mit 2:0 (1:0) und kamen nach den vergeblichen Anläufen 2006, 2010 und 2014 erstmals über die Vorrunde hinaus. Im Sechzehntelfinale geht es am Dienstag (19.00 Uhr MESZ) in Dallas gegen Norwegen oder Frankreich.

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Pépé (7.) stellte in einer niveauarmen Partie auf Vorlage von Leipzigs Yan Diomande früh die Weichen und legte nach dem Wechsel sehenswert nach (64.). Sechs Punkte reichten hinter dem DFB-Team zu Platz zwei in Gruppe E, Curacao schloss mit einem Zähler ab. Das mit nur 160.000 Einwohnern kleinste Land der WM-Geschichte verpasste damit einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher, als am schlechtesten platziertes Team der Historie hätte der Weltranglisten-81. die K.o.-Runde erreichen können.

Die euphorisierten Anhänger der Karibik-Insel hatten sich am frühen Nachmittag zu einem Fanmarsch an der Marconi Plaza getroffen und waren von dort trotz hoher Temperaturen gemeinsam zum Philadelphia Stadium gewandert. Das Team habe mit seinem Premierentreffer gegen Deutschland (1:7) und dem ersten Punkt gegen Ecuador (0:0) alle Zweifler Lügen gestraft und "bewiesen", dass es auf diese Bühne gehöre, sagte Verteidiger Roshon van Ejima.

Das zeigte die "Blue Wave" auch diesmal, obwohl die erste Aktion gehörig schief ging: Juri Gaari und Sherel Floranus schossen sich im eigenen Strafraum slapstickmäßug an, Diomande musste dann nur noch auf den eingelaufenen Pépé querlegen. Der mit dem WM-Rekord von 15 Paraden gegen Ecuador zum Nationalhelden gewordene Eloy Room war chancenlos. In Folge spielte das Team von Dick Advocaat im Ansatz durchaus gefällig mit, doch zielstrebiger und gefährlicher blieben die "Elefanten".

Bei einer Großchance behinderten sich Amad Diallo und Franck Kessié gegenseitig (18.), auf der Gegenseite vergab Kapitän Leandro Bacuna bei der besten Torannäherung (43.). Nach dem Seitenwechsel bekam die Elfenbeinküste vor 68.324 Zuschauern mehr Kontrolle ins Spiel, ließ viel den Ball zirkulieren - und versuchte den Gegner müde zu spielen. Nach Traumpass von Ibrahim Sangaré schlenzte Pépé von halbrechts traumhaft mit links ins lange Eck zur Vorentscheidung.

Der Widerstand von Curacao war nun gebrochen, in der Schlussphase verwalteten die Afrikaner ohne große Mühe.

A.Parker--TNT

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