The National Times - Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"

Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"


Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben"
Olympiaprämie: Athleten Deutschland sieht "noch Luft nach oben" / Foto: © SID

Athleten Deutschland begrüßt die Ankündigung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Olympiateilnehmer erstmals direkt an den Einnahmen des olympischen Systems zu beteiligen. Der Verein sieht diese Entwicklung aber erst am Anfang. "Die Etablierung des Fonds ist ein historischer, wenn auch längst überfälliger Schritt", sagte Leo Köpp, Präsidiumsmitglied von Athleten Deutschland.

Textgröße ändern:

Das IOC hatte am Mittwoch beschlossen, erstmals in der 132-jährigen Geschichte der Organisation Geld an Olympiasportler auszuzahlen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann eine Auszahlung von 10.000 Dollar beantragen, rückwirkend gilt das auch für die Winterspiele von Mailand/Cortina d'Ampezzo im vergangenen Februar.

Das IOC wage damit "einen vorsichtigen Einstieg in eine im internationalen Profisport längst gängige Praxis – und zwar diejenigen an den wirtschaftlichen Gewinnen zu beteiligen, die diese Gewinne durch ihre Leistungen erst ermöglichen." Das angekündigte Fondsvolumen in Höhe von 140 Millionen US-Dollar pro Olympiade stelle weniger als zwei Prozent des Gesamtumsatzes des IOC im selben Zyklus dar, betonte Leichtathlet Köpp (28): "Bis zu einer fairen Beteiligung ist noch erheblich Luft nach oben."

Auch hoffe und erwarte Athleten Deutschland nun, "dass dieser erste Schritt seine Vorbildwirkung entfaltet, dass zum Beispiel auch paralympische Teilnehmende künftig an den Einnahmen beteiligt werden. Das wäre auch ein Signal Richtung World Games und Deaflympics." Die offenen Fragen zur sozialen Absicherung und zur arbeitsrechtlichen Stellung von Athletinnen und Athleten seien mit der Einführung des Fonds ferner "nicht beantwortet" worden, sagte Geher Köpp: "Ebenso ist klar, dass die Diskussion hinsichtlich weiterer Lockerungen bei den Vermarktungsregelungen damit nicht obsolet geworden ist."

Ungeachtet der IOC-Entscheidung bleibt aus Sicht von Athleten Deutschland "eine Erhöhung der direkten Athletenförderung in Deutschland essenziell". Athleten Deutschland fordert eine Aufstockung der monatlichen Förderung auf 1800 Euro für Bundeskaderathletinnen und -athleten.

A.Robinson--TNT

Empfohlen

Hoeneß: Bayern einig mit Laimer

Der wochenlange Poker um eine Vertragsverlängerung von Konrad Laimer beim FC Bayern ist anscheinend beendet. Der Münchner Ehrenpräsident Uli Hoeneß verkündete laut Sport1 bei einer Sponsorenveranstaltung eine Einigung "in den entscheidenden Punkten" mit dem österreichischen Nationalspieler. Die Unterschrift soll nach der WM erfolgen. Über Vertragsdetails wurde nichts bekannt.

"Ruuh": Norweger rudern nun auch beim Baseball

"Ruuh!" Die Baseball-Stars der New York Mets und der Chicago Cubs staunten nicht schlecht darüber, was auf den Tribünen im Citi Field in New York abging. Norwegische Fußball-Fans sorgten in ihren roten Trikots beim Spiel der Major League Baseball mit ihrem inzwischen berühmten "Viking Row" für reichlich Stimmung. "Wikinger im Outfield? Norwegische Fans übernehmen das Spiel", schrieb die Liga über den unerwarteten Besuch. Es wurde gefeiert, getanzt, gerudert - dass die Mets 3:10 verloren, wurde fast zur Nebensache.

Undav ist mit Jokerrolle "fein"

Der deutsche WM-Topscorer Deniz Undav muss sich auch im abschließenden Gruppenspiel mit der Jokerrolle begnügen - und hat damit überhaupt kein Problem. "Also wenn es nicht fein wäre, dann wäre ich nicht hier", sagte Undav vor dem Spiel gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) im Finalstadion in East Rutherford.

"Pride Match": Iran fordert FIFA zum Handeln auf

Der iranische Fußballverband hat sich im Vorfeld des viel diskutierten "Pride Matches" bei der WM offenbar gegen entsprechende "Zeremonien oder Werbeaktionen" ausgesprochen und die FIFA zum Handeln aufgefordert. Wie "The Athletic" berichtete, erklärte ein Sprecher der iranischen Nationalmannschaft auf Anfrage, dass man diese Angelegenheit ernst nehme und dem Weltverband den eigenen "Standpunkt klar mitgeteilt" habe. Die LGBTQ+-Gemeinschaft wird in der Stellungnahme jedoch nicht wörtlich erwähnt.

Textgröße ändern: