The National Times - Nach 132-minütiger Unterbrechung: Frankreich-Spiel fortgesetzt

Nach 132-minütiger Unterbrechung: Frankreich-Spiel fortgesetzt


Nach 132-minütiger Unterbrechung: Frankreich-Spiel fortgesetzt
Nach 132-minütiger Unterbrechung: Frankreich-Spiel fortgesetzt / Foto: © SID

Das WM-Spiel zwischen Topfavorit Frankreich und dem Irak ist nach einer Unterbrechung von 132 Minuten wieder fortgesetzt worden. Die Wetterlage über dem nicht überdachten Philadelphia Stadium hatte sich gebessert, nach dem zuvor sintflutartiger Regen eingesetzt hatte und offenbar in Stadionnähe ein Gewitter aufgezogen war. In der Arena selbst war allerdings kein Donner zu hören und auch keine Blitze zu sehen. Da auch die Halbzeitpause Teil der Unterbrechung war, gab es eine Verzögerung von 117 Minuten.

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Mit dem Pausenpfiff war das Stadion wegen des drohenden Unwetters evakuiert worden. "Ein heftiges Gewitter nähert sich", stand auf der Anzeigetafel des Stadions: "Bitte verlassen Sie den offenen Sitzplatzbereich. Suchen Sie Schutz gemäß der Anweisungen des Stadionpersonals." Die Teams gingen mit dem Ende des ersten Durchgangs in die Kabine und warteten dort auf Besserung der Wetterlage. Zu diesem Zeitpunkt führten Les Bleus mit 1:0 durch einen Treffer von Kylian Mbappé (14.).

Damit nahm das Wetter erstmals Einfluss auf die Abläufe im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Es gelten strikte Regeln für solche Fälle. Sobald ein Blitzeinschlag in einem Umkreis von 13 Kilometern (8 Meilen) um das Stadion registriert wird, müssen Tribünen und Freiflächen sofort geräumt werden. Nach dem letzten registrierten Blitz gilt eine strikte Zwangspause von 30 Minuten. Schlägt in dieser Zeit erneut ein Blitz ein, beginnt der Countdown wieder von vorne.

Schon im Vorjahr im Rahmen der Klub-WM hatte das Wetter für Chaos gesorgt, in extremster Form beim Spiel zwischen dem FC Chelsea und Benfica Lissabon. Damals musste die Partie nach 86 Minuten unterbrochen werden, fast zwei Stunden dauerte dies an. Im Notfall kann eine Partie auch gänzlich abgesagt werden. Für Montagabend hatte der nationale Wetterdienst der USA für Philadelphia eine Unwetterwarnung wegen Gewitter und drohender Tornados ausgegeben.

Bei der Weltmeisterschaft 1974 war eine Partie mit deutlicher Verspätung angepfiffen worden, das Zwischenrunden-Duell zwischen Deutschland und Polen ging nach einem Wolkenbruch als "Wasserschlacht von Frankfurt" in die Geschichte ein. Die Feuerwehr musste mit Pumpen und Walzen den Platz von den gröbsten Wassermassen befreien, mit 30 Minuten Verzögerung ging es doch los. Bei der EM 2024 war das Achtelfinale zwischen Deutschland und Dänemark zwischenzeitlich wegen eines Unwetters unterbrochen worden.

S.Cooper--TNT

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