The National Times - Kreis spürt keinen besonderen Druck: "Teil des Geschäfts"

Kreis spürt keinen besonderen Druck: "Teil des Geschäfts"


Kreis spürt keinen besonderen Druck: "Teil des Geschäfts"
Kreis spürt keinen besonderen Druck: "Teil des Geschäfts" / Foto: © SID

Nach dem Vorrunden-Aus vor einem Jahr und der Olympia-Enttäuschung von Mailand steht Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis bei seiner vierten WM unter Druck.

Textgröße ändern:

"Es ist Teil des Geschäfts: die Ergebnisse, wie tritt die Mannschaft auf, leben wir unsere Werte und Identität? Nach dem Turnier wird das dann diskutiert und entschieden", sagte Kreis vor dem WM-Auftakt am Freitag (16.20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) gegen den Olympiadritten Finnland im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID), "aber das beeinträchtigt mich jetzt nicht in meiner Arbeit, das belastet mich nicht heute. Ich mache das schon lang genug."

Der Deutsch-Kanadier, der 187 Länderspiele bestritt, ist seit 28 Jahren Trainer, wurde zweimal Meister in der Schweiz, andernorts gefeuert. Auf die Frage, ob er beim Turnier in Zürich und Fribourg mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft besonderen Druck verspüre, antwortete er kurz und knapp: "Nein."

Nach dem sensationellen Start mit WM-Silber in Tampere ist die Tendenz fallend. Viertelfinale 2024, Vorrunde 2025 - und mit der vermeintlich "besten Nationalmannschaft aller Zeiten" um Superstar Leon Draisaitl das enttäuschende Viertelfinal-Aus bei Olympia gegen die Slowakei.

"Rein am Ergebnis gemessen, haben wir seit 2023 vielleicht nicht den Fortschritt gemacht, den sich einige vorgestellt haben", gab Kreis zu: "Aber wir sind Jahr für Jahr eine Mannschaft, die in die WM hineingeht, um erstmal das Viertelfinale zu erreichen und dann zu sagen: Jetzt gehen wir aufs Ganze. Das hat sich überhaupt nicht verändert."

Man habe in Mailand Fehler gemacht, bei der Analyse sei "die Liste der Dinge, die wir hätten besser machen können, etwas länger" gewesen, als die der Dinge, die gut gelaufen seien. Vor allem: "Unsere Tugenden sind Leidenschaft, Kampfgeist, Zusammenhalt - die sind ja nicht verloren gegangen, sie waren vielleicht ein bisschen eingestaubt, weil man sie nicht immer wieder in Erinnerung gerufen hat."

Ohne die Stars Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka sowie viele andere Leistungsträger der vergangenen Jahre soll in der Schweiz wieder mehr die Mannschaft im Mittelpunkt stehen. "Ich habe das Gefühl, dass die Spieler sie jetzt auch leben, es sind nicht nur beliebige Begriffe", sagte Kreis.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Boxen: Kabayel verteidigt WM-Titel im Düsseldorfer Stadion

Stadion statt Arena, Düsseldorf statt Oberhausen: Der deutsche Box-Weltmeister Agit Kabayel bekommt für seine erste Titelverteidigung die ganz große Bühne. Wie der übertragende Streaminganbieter DAZN zusammen mit Promoter Queensberry am Donnerstag mitteilte, tritt der 34 Jahre alte Schwergewichtler am 28. November im Düsseldorfer Fußballstadion gegen den ungeschlagenen Albaner Nelson Hysa (42) an. Kabayel steigt in der Merkur Spiel-Arena dann vor über 50.000 Zuschauern erstmals als WBC-Champion in den Ring und will seinen Gürtel erfolgreich verteidigen.

Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst

Alexander Zverev ließ sich ausgiebig feiern, verschenkte seine Handtücher an einige kreischende Fans und ging dann zufrieden zum Interview. "Ich bin wirklich überrascht und glücklich, wie ich heute gespielt habe", sagte der Weltranglistenzweite nach seinem erfolgreichen Auftakt in Peking: "Ich bin erst vor zwei Tagen aus Europa angekommen und da liegen doch einige Zeitzonen dazwischen."

"Lefty"-Experte Zverev schlägt zu: Souverän gegen Norrie

Der "Lefty-Experte" hat wieder zugeschlagen: Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Peking einen souveränen Start hingelegt - und einmal mehr seine Qualitäten in den Duellen mit Linkshändern ausgespielt. Der French-Open- und US-Open-Sieger setzte sich am Donnerstag mit 7:6 (7:1), 6:4 gegen den Briten Cameron Norrie durch.

City-Skandal: UEFA will sich vorerst nicht äußern

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will sich vorerst nicht zum Finanzskandal um den englischen Topklub Manchester City äußern. Das bestätigte ein Sprecher dem SID am Donnerstag. Zuvor hatten die neuerlich aufgekommenen Vorwürfe gegen den früheren UEFA-Generalsekretär und heutigen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino in Zusammenhang mit dem Fall für Aufsehen gesorgt.

Textgröße ändern: