The National Times - Polus über Sexismus im Netz: "Macht mich fassungslos"

Polus über Sexismus im Netz: "Macht mich fassungslos"


Polus über Sexismus im Netz: "Macht mich fassungslos"
Polus über Sexismus im Netz: "Macht mich fassungslos" / Foto: © picture-alliance / Noah Wedel/SID

ZDF-Sportchef Yorck Polus hat im Vorfeld der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) Hasskommentare im Internet gegenüber Fernsehkommentatorinnen verurteilt. "Das macht mich fassungslos und ich frage mich: Was geht da in den Köpfen vor, die sich in der Anonymität verstecken und Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder wegen ihrer Stimme beschimpfen", sagte er im Gespräch mit dem SID.

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Bei vergangenen Großveranstaltungen wurde etwa die ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann vielfach im Netz auf sexistische Weise beleidigt. Neumann ist auch beim Weltturnier im kommenden Sommer für den Mainzer Sender im Einsatz. Es gehe den Menschen, die entsprechende Diffamierungen verbreiten, meist nicht darum, "über Fehler zu diskutieren, die jedem Kommentator, jeder Kommentatorin in der Live-Situation mal unterläuft", sagte Polus. Er gehe "sehr gerne direkt in die Diskussion mit Menschen, die Kritik an unseren Übertragungen äußern. Doch gerade bei diesen anonymen Beleidigungen ist etwas völlig aus dem Ruder gelaufen."

Zum ZDF-WM-Team gehören zahlreiche weitere Frauen: So moderiert etwa Katrin Müller-Hohenstein im WM-Studio in Berlin, Lili Engels ist Moderatorin im Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem, North Carolina. Das ZDF überträgt wie die ARD 30 WM-Partien, die Rechte für alle 104 Spiele hält am deutschen Markt mit MagentaTV der Streaminganbieter der Deutschen Telekom.

"Das Paket mit 60 WM-Spielen, das ARD und ZDF gemeinsam erworben haben, passt für uns", sagte Polus zur Rechtevergabe. Laut dem 55-Jährigen habe der Weltverband FIFA angenommen, durch die Aufstockung von 64 auf 104 Spiele deutlich mehr Geld zu erwirtschaften: "Am deutschen Markt hat das nicht wirklich geklappt. Mit der Erhöhung der Quantität ist nicht unbedingt bessere Qualität bei den Spielen zu erwarten." Laut Medienberichten sollen die Öffentlichen-Rechtlichen Sender für die Sublizenzen zur Übertragung der 60 Partien zusammen 152 Millionen Euro an die Deutsche Telekom gezahlt haben.

T.Hancock--TNT

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