The National Times - Abstellungsstreit in Mexiko: Verband droht eigenen WM-Stars

Abstellungsstreit in Mexiko: Verband droht eigenen WM-Stars


Abstellungsstreit in Mexiko: Verband droht eigenen WM-Stars
Abstellungsstreit in Mexiko: Verband droht eigenen WM-Stars / Foto: © picture-alliance/AP/SID

Im Co-Gastgeberland Mexiko sorgt im Vorfeld der Fußball-WM ein Streit um die Abstellung von Nationalspielern für Spannungen. Während für die Topklubs der nationalen Liga MX die entscheidende Saisonphase ansteht, rief der mexikanische Verband (FMF) die Nationalspieler, die in der Heimat aktiv sind, ab Mittwochabend zu einem kurzen Trainingslager zusammen - und drohte im Falle eines Fernbleibens mit drastischen Konsequenzen.

Textgröße ändern:

"Jeder Spieler, der heute nicht zur Zusammenkunft erscheint, wird von der Weltmeisterschaft ausgeschlossen", teilte der Verband am Mittwochmorgen (Ortszeit) mit. Am 28. April hatte Nationaltrainer Javier Aguirre seinen Kader für die Maßnahme mit 20 Spielern aus der mexikanischen Liga nominiert. Das Problem: Diese liegt außerhalb der offiziellen Abstellungsperiode und inmitten einiger der wichtigsten Partien auf Klubebene.

Der Präsident von Deportivo Guadalajara griff deshalb den Verband an. Vereinbarungen zwischen Vereinen und der FMF seien "nur gültig, wenn alle Parteien sie einhalten", schrieb er am Dienstagabend bei X, von seinem Verein wären fünf Spieler betroffen. Er habe "die Sportdirektion angewiesen, dass sich unsere Spieler morgen in den Vereinsanlagen melden".

Laut The Athletic sollen zwölf der nominierten Spieler einen garantierten Platz im WM-Aufgebot erhalten. Profis von Deportivo Toluca müssten beispielsweise jedoch auf wichtige Spiele in den Liga-Playoffs und dem CONCACAF Champions Cup mit ihren Klubs verzichten, um für die Endrunde in rund einem Monat berücksichtigt zu werden. Nach Angaben eines Verbandssprechers sollen 14 weitere Spieler aus Europa und anderen Ligen außerhalb Mexikos den endgültigen WM-Kader komplettieren.

Das mexikanische Nationalteam bestreitet vor Turnierbeginn noch Testspiele gegen Ghana (23. Mai), Australien (31. Mai) und Serbien (4. Juni). Am 11. Juni steht für El Tri das WM-Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt gegen Südafrika an. In der Gruppe A folgen die Duelle mit Südkorea und Tschechien. Mexiko ist gemeinsam mit den USA und Kanada Gastgeber des Turniers.

A.Little--TNT

Empfohlen

Boxen: Kabayel verteidigt WM-Titel im Düsseldorfer Stadion

Stadion statt Arena, Düsseldorf statt Oberhausen: Der deutsche Box-Weltmeister Agit Kabayel bekommt für seine erste Titelverteidigung die ganz große Bühne. Wie der übertragende Streaminganbieter DAZN zusammen mit Promoter Queensberry am Donnerstag mitteilte, tritt der 34 Jahre alte Schwergewichtler am 28. November im Düsseldorfer Fußballstadion gegen den ungeschlagenen Albaner Nelson Hysa (42) an. Kabayel steigt in der Merkur Spiel-Arena dann vor über 50.000 Zuschauern erstmals als WBC-Champion in den Ring und will seinen Gürtel erfolgreich verteidigen.

Starker Auftakt in Peking: Zverev überrascht sich selbst

Alexander Zverev ließ sich ausgiebig feiern, verschenkte seine Handtücher an einige kreischende Fans und ging dann zufrieden zum Interview. "Ich bin wirklich überrascht und glücklich, wie ich heute gespielt habe", sagte der Weltranglistenzweite nach seinem erfolgreichen Auftakt in Peking: "Ich bin erst vor zwei Tagen aus Europa angekommen und da liegen doch einige Zeitzonen dazwischen."

"Lefty"-Experte Zverev schlägt zu: Souverän gegen Norrie

Der "Lefty-Experte" hat wieder zugeschlagen: Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Peking einen souveränen Start hingelegt - und einmal mehr seine Qualitäten in den Duellen mit Linkshändern ausgespielt. Der French-Open- und US-Open-Sieger setzte sich am Donnerstag mit 7:6 (7:1), 6:4 gegen den Briten Cameron Norrie durch.

City-Skandal: UEFA will sich vorerst nicht äußern

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will sich vorerst nicht zum Finanzskandal um den englischen Topklub Manchester City äußern. Das bestätigte ein Sprecher dem SID am Donnerstag. Zuvor hatten die neuerlich aufgekommenen Vorwürfe gegen den früheren UEFA-Generalsekretär und heutigen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino in Zusammenhang mit dem Fall für Aufsehen gesorgt.

Textgröße ändern: