The National Times - Infantino kandidiert für weitere Amtszeit als FIFA-Chef

Infantino kandidiert für weitere Amtszeit als FIFA-Chef


Infantino kandidiert für weitere Amtszeit als FIFA-Chef
Infantino kandidiert für weitere Amtszeit als FIFA-Chef / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID

Gianni Infantino hat seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident verkündet. Beim Kongress des Fußball-Weltverbandes in Vancouver bestätigte der Schweizer, dass er sich bei der Vollversammlung im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen wird. Ein Gegenkandidat ist nicht in Sicht, eine Bestätigung Infantinos gilt als Formsache.

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Die südamerikanische (CONMEBOL), die afrikanische (CAF) sowie die asiatische (AFC) Konföderation hatten Infantino bereits vor dessen Ankündigung ihre Unterstützung zugesagt. Die afrikanischen und asiatischen Verbände verfügen bei der FIFA-Präsidentschaftswahl über insgesamt 100 von 211 Stimmen, dazu kommen zehn weitere Stimmen aus Südamerika. Die Wahl findet beim 77. Kongress im nächsten Jahr statt. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat sich bislang nicht positioniert.

"Die FIFA ist heute definitiv eine respektierte und vertrauenswürdige Organisation", sagte Infantino am Donnerstag, der Weltverband sitze an den "wichtigsten Tischen": "Wir sind präsent, wir sind da, wir lassen unsere Stimme hören, und wir haben einen echten Einfluss." Die FIFA sei "in der besten Verfassung aller Zeiten". Kritiker bemängelten zuletzt dagegen unter Infantino eine Abkehr von den Reformen aus dem Jahr 2016.

Infantino war vor zehn Jahren auf Joseph Blatter an der FIFA-Spitze gefolgt, 2019 und 2023 wurde er jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Der 56-Jährige, unter dessen Führung die FIFA Rekordeinnahmen verzeichnet, hat seine Macht im Weltverband ausgebaut und gefestigt.

Durch eine Statutenänderung, die das Council des Weltverbandes um DFB-Chef Bernd Neuendorf vor vier Jahren beschloss, kann Infantino bis 2031 im Amt bleiben. Seine erste Amtszeit (2016 bis 2019) wertete das Gremium nicht als vollständig. Nach heutigem Stand wäre eine Wiederwahl Infantinos im nächsten Jahr aufgrund der Amtszeitbegrenzung seine letzte.

Zuletzt stand Infantino unter anderem aufgrund seiner engen Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump in der Kritik. Diese brachte ihm eine Beschwerde der Organisation Fair Square aufgrund möglicher Verstöße gegen die politische Neutralität bei der hauseigenen Ethikkommission ein, der norwegische Verband drückte jüngst als einziger der 211 FIFA-Mitgliedsverbände seine Unterstützung für die Beschwerde aus. Ansonsten ist im FIFA-Umfeld kaum öffentliche Kritik an Infantino zu vernehmen.

L.A.Adams--TNT

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