The National Times - Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert

Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert


Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert
Bonhof spricht von "Scheißjahr" - Rücktritt gefordert / Foto: © SID

Borussia Mönchengladbachs Präsident Rainer Bonhof hat kurz vor Ablauf der Saison von einem "Scheißjahr" für den fünfmaligen deutschen Fußball-Meister gesprochen. "Ich hatte gedacht, wir sind stabiler, das ist leider nicht eingetreten. Wir sind alle den Leidensweg mitgegangen", sagte der Weltmeister von 1974 auf der Mitgliederversammlung des Klubs mit tränenerstickter Stimme.

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Drei Spieltage vor Schluss hat die Borussia den Klassenerhalt noch nicht sicher. "Wenn du aber bei Auswärtsspielen bist und siehst unsere Fans, musst du sagen: Für die lohnt es sich, nicht abzusteigen", sagte der 74-Jährige sichtlich bewegt.

Bonhof und der Rest des Präsidiums sahen sich am Montag auch Rücktrittsforderungen ausgesetzt. Auf Flugblättern drückte die aktive Fanszene ihre Sorge aus. "Borussia Mönchengladbach hat keine Zeit mehr zu verschwenden, auch nicht bis zum Ende der aktuellen Präsidiumslegislatur 2027", war dort zu lesen. Unterschrieben war der Text vom FPMG Supporters Club, der Interessenvertretung für alle Fans von Borussia Mönchengladbach, und den Ultras.

Bonhof führt die Borussia seit 2024 an, Wahlen standen auf der Versammlung nicht an. "Es ist uns kein Anliegen, verdiente Vereinslegenden wie Ex-Weltmeister Bonhof hier irgendwie zu demontieren", hieß es weiter. Es bestehe aber der "Eindruck, dass wir aktuell an oberster Stelle nicht so aufgestellt sind, wie es die schwierigen Zeiten erfordern werden."

Viel Applaus erhielt dagegen Rouven Schröder. Der erst während der Saison geholte Sportchef kündigte für den Sommer einen Umbruch an. "Wir brauchen ein richtig gutes Transferfenster. Für mich ist ein Wort wichtig: Mut. Wir brauchen Mut zu Veränderung", sagte Schröder. Gleichzeitig sei es seine Aufgabe, die Kaderkosten zu senken, ohne an Qualität einzubüßen.

Trainer Eugen Polanski gab sich kämpferisch und blickte bereits Richtung der kommenden Saison: "Wir haben eine gute Fußball-Mannschaft, haben gute Charaktere. Aber tatsächlich fehlt mir ein bisschen die Gier auf Erfolg. Wir haben sehr liebe Charaktere, wir brauchen ein paar Arschlöcher in der Mannschaft, um Spiele zu gewinnen. Ich bin voller Tatendrang, gewisse Dinge zu ändern, so wie ich sie haben will."

E.Cox--TNT

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