The National Times - Humanoider Roboter bricht bei Halbmarathon in China menschlichen Weltrekord

Humanoider Roboter bricht bei Halbmarathon in China menschlichen Weltrekord


Humanoider Roboter bricht bei Halbmarathon in China menschlichen Weltrekord
Humanoider Roboter bricht bei Halbmarathon in China menschlichen Weltrekord / Foto: © AFP

Ein humanoider Roboter hat bei einem Halbmarathon in China alle Läufer aus Fleisch und Blut hinter sich gelassen und sogar den derzeitigen Weltrekord eines Menschen klar gebrochen. Der Roboter des chinesischen Smartphone-Herstellers Honor legte die rund 21 Kilometer am Sonntag in der chinesischen Hauptstadt Peking in 50 Minuten und 26 Sekunden zurück, wie der Staatssender CCTV berichtete. Er hatte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 25 Stundenkilometern.

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Der mit einem autonomen Navigationssystem ausgestattete Roboter besiegte damit nicht nur alle anderen Roboter und menschlichen Läufer, die an dem Halbmarathon im Stadtteil Yizhuang teilnahmen. Er übertraf auch deutlich den im vergangenen März vom ugandischen Läufer Jacob Kiplimo aufgestellten Halbmarathon-Weltrekord von 57 Minuten und 20 Sekunden.

Die Zuschauer verfolgten am Sonntag mit Faszination den Halbmarathon, bei dem Roboter und menschliche Läufer in getrennten Bahnen liefen, um Zusammenstöße zu vermeiden. Während einige Roboter sehr geschmeidig einen Kilometer nach dem anderen zurücklegten, wirkten die Leistungen anderer Roboter noch ausbaufähig.

Im Vergleich zum Vorjahres-Halbmarathon war die Entwicklung aber atemberaubend. Damals waren Laufroboter immer wieder umgefallen, der schnellste brauchte mehr als zwei Stunden und 40 Minuten für die Distanz. Den Organisatoren zufolge nahm auch die Zahl der teilnehmenden Roboter stark zu, von rund 20 im vergangenen Jahr auf mehr als 100 in diesem Jahr.

Die 25-jährige Han Chenyu sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Roboter-Halbmarathon sei "ziemlich cool". Zugleich brachten die Fähigkeiten der Roboter die Studentin ins Grübeln. "Als jemand, der arbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, mache ich mir manchmal etwas Sorgen", sagte sie. "Die Technologie scheint so schnell voranzugehen, dass es auch auf die Jobs der Menschen Auswirkungen haben könnte."

Der 41-jährige Familienvater Xie Lei sagte der AFP, Roboter könnten schon in einigen Jahren "Teil unseres Alltags" werden. Sie könnten beispielsweise im Haushalt, bei der Begleitung von Älteren und für die Pflege eingesetzt werden, aber auch in gefährlichen Berufszweigen wie bei der Feuerwehr.

"Über tausende von Jahren standen Menschen an der Spitze des Planeten Erde", sagte Xie. "Aber schaut euch jetzt die Roboter an." Sie würden den Menschen in einigen Bereichen - wie bei dem Halbmarathon - bereits übertreffen.

"Auf der einen Seite bin ich ein bisschen traurig für die Menschheit", sagte der 41-Jährige. "Auf der anderen Seite hat Technologie - vor allem in den vergangenen Jahren - so sehr unsere Fantasie beflügelt."

Lewis--TNT

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